Lesbischer Spieleabend
19 FebGestern war es mal wieder so weit, ein lesbischer Spieleabend stand ins Haus. Mit dabei: Vier Lesben, vier Flaschen Wein, Knabberzeugs und die Siedler Erweiterung die Räuber. Ja, es ist etwas klischee-lesbisch gerne Brettspiele zu spielen, aber es war ein großer Spaß und sehr gemütlich. Zu meinem Missvergnügen wurde allerdings mehr gequatscht als aufgepasst und ich weiß immer noch nicht, ob Steff wirklich die Rohstoffe eingesammelt hat, die ihr eigentlich zugestanden hätten, zwischendurch hab ich sie immer wieder bei Irrtümern ertappt, aber man kann ja nicht die ganze Zeit aufpassen, man muss ja auch auf die extrasauren Apfelringe achten und Wein nachschenken.
Langsam mach ich mir Sorgen, ob meine Zeit der nimmermüden Partylesbe der Vergangenheit angehört. Oder ist es ein Befreiungsschlag, nur noch zu tun, worauf man wirklich Lust hat? Eventuell muss ich doch mal wieder irgendwo hingehen, wo elektronische Musik gespielt wird, man soll es ja nicht übertreiben mit der Gesetztheit. Oder doch?
Tags:die Räuber, Die Siedler, Siedler, Spieleabend
Gerüchteküche anheizen leicht gemacht
11 FebHier berichtet die Schreibschaukel exklusiv, was alles passieren kann, wenn man die Lesbomatin in die Blogrolle aufnimmmt. Wer also denkt, dass ihr oder sein sexuelles Leben im eigenen Freundeskreis als relativ langweilig eingestuft wird, sollte über diesen Schritt nachdenken, um der Gerüchteküche etwas Würze zu verleihen. Denn wir wissen doch alle, ein schlechter Ruf ist allemal besser als gar keiner.
http://schreibschaukel.wordpress.com/2011/03/19/deshalb/#comment-1784
Die Lesben sterben aus
7 FebJa, manche werden sich freuen, aber es sind garantiert nicht die richtigen: Die Lesben sterben aus. Immer mehr entscheiden sich, sich zum Mann umoperieren zu lassen, aber an die bösen Folgen hat wieder keine gedacht. Eine Welt voller HETEROS. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Aber wehe, frau sagt was, dann heißt es gleich wieder: Transphobie.
Was haltet ihr denn von der schönen neuen plastisch-chirurgisch-hormonellen Welt? Soll jede nach ihrer Facon, bzw. dem Schnittmuster ihres Chirurgen glücklich werden?
Ist ein angenähter Schwanz wirklich zu was zu gebrauchen?
Ist man ohne Titten glücklicher?
Fragt sich gerade,
die Lesbomatin
Tags:Lesben, schönheitschirurgie, transgender, Transidentität, transphobie
Die Fleisch Ambivalenz
6 FebNicht erst seit “Tiere essen” von Jonathan Safran Froer steht man als Fleischesserin unter Beschuss. Ja, es gibt viele gute Argumente gegen den Verzehr von Fleisch. Jedem Steak wohnt eine Menge Verdrängung inne, denn wer an den Steak-Lieferanten denkt, der wird meist nur mit eingeschränkter Freude das blutige Stück verschlingen. Dennoch ist das menschliche Dasein ein ewig währender Kompromiss zwischen Lust und Einsicht und wer dies leugnet, ist ein Heiliger oder ein Tor. Natürlich trägt die landwirtschaftliche Nutztierhaltung mehr zur Erderwärmung bei als der Autoverkehr und dennoch: Rein kulinarisch betrachtet ist der Genuss von Fleisch eine Wonne. Schnitzel, Braten und Ragout sind jedem Tofu-Burger haushoch überlegen und der Steinzeitmensch in uns gibt uns klare Anweisungen, wenn es um tierhaltige Ernährung geht: “Rein damit”.
Da ist es kein Widerspruch, wie der ein oder andere Vegetarier irrt, dass wir andere Fleischfresser wie Hund und Katz gerne an unserer Seite verwöhnen. Gleich und Gleich gesellt sich eben gerne. Dennoch nagt die böse Tat an uns Fleischverehrern und wir wälzen uns des Nächtens alpbeträumt in den Kissen. Das Schweigen der Lämmer ist manchmal eine Kakophonie. Deshalb möchte ich aus aktuellem Anlass mal wieder allen besseren Menschen einen Rat geben: Missioniert uns nicht, sagt uns nicht, dass unser Verhalten inakzeptabel ist, wir wissen es, wir sind uns dessen bewusst. Und spätestens, wenn die Soja-Industrie uns ein akzeptables Lammrippchen beschert, dann werden wir auch gute, vegane Mitbürger, die ihren CO2-Fussabdruck auf Größe 38 reduzieren. Großes Indianer Ehrenwort.
Siamesische Lesben
29 JanGegensätze ziehen sich an so heißt es und sehr oft haben wir es schon erlebt, das attraktive Modell der Verschiedenheit. So mögen manchen Südländer lieber die Blonden und manche Heißblütigen lieber die tiefen Wasser. Hier wird es sicherlich niemals langweilig und das Paar kann sich immer über die großen und kleinen Unterschiede in Aussehen, Charakter und Temperament austauschen. Wenn es Kinder gibt, darf man gespannt sein, wem sie ähnlicher sehen, dem Mann, der Frau oder dem Nachbarn und überhaupt ist das Leben von gemischten Paaren recht unterhaltsam. Ganz anders bei Lesben.
Selbst wenn Lesben am Anfang ihrer Begegnung noch völlig unterschiedlich in Aussehen und Interessen waren, nimmt diese Unterschiedlichkeit im Laufe der Beziehung rapide ab. So kommt es, dass man auf Lesbenpartys manchmal nicht weiß, ob man mit Sibylle oder Nico spricht, da beide ihre Haare sehr kurz und eine schwarz umrandete Nickelbrille tragen. Sie studieren auch beide Gender Studies und mögen veganes Essen. Glücklicherweise hat Nico eine Glutenallergie, so dass man relativ sicher sein kann, vor Sibylle zu stehen, wenn diese ein Brot auf dem Teller hat. Wovon sich Nico ernährt bleibt im Ungefähren, da sie gegen mehr allergisch ist, als sie zu sich nimmt wird sie vermutlich in irgendeiner Art nächtlicher Osmose mit Sybille zu ihren Nährstoffen gelangen. Ja, Lesben lieben die Ähnlichkeit, so gibt es langhaarige blonde Paare und kurzhaarige, blonde Paare, kurzhaarige bebrillte Paare und glatzköpfige intellektuelle Paare – da sich Lesben auf traditionellem Weg untereinander nicht vermehren können bleibt dieser Hang zur Ähnlichkeit ohne böse Folgen für die Brut und kann deshalb völlig ungehemmt ausgelebt werden. Es gibt mehrere wissenschaftliche Theorien, warum Lesben bei ihrer Partnerin in erster Linie Gleiches bevorzugen. Zum einen wird gesagt, dass es schon anstrengend genug sei, zu einer Minderheit zu gehören, da will man sich in der Beziehung nicht auch noch mit Unterschieden belasten, zum anderen wird behauptet, Lesben im fortgeschrittenen siamesischen Beziehungsstadium könnten sich ein Gehirn teilen. Ich glaube aber eher meiner Bekannten Eva, die gesagt hat, es wäre nur deshalb so attraktiv ein siamesisches Lesbenpaar zu sein, weil man sich dann problemlos die Klamotten der Freundin ausleihen kann.
Tags:Homosexualität, homosexuell, lesbenpaare, Mimikry, siamesich, Siamesisch, Zwillinge
Die Brigitte Lüge!
10 JanHeute blätterte ich im Supermarkt in der Brigitte, einer Zeitschrift, wegen der meine Mutter uns mit furztrockenem Hackbraten und kulinarischen Katastrophen wie Chicorée Salat traktierte. Die Brigitte hat Frauen seit Jahrzehnten dazu angehalten, 5 so genannte Mahlzeiten am Tag zu essen, die größtenteils aus mit drei Haferflocken bestreuten Orangen bestanden. Wie hätte das Verhältnis zu meiner Mutter sein können, wenn sie niemals eine Brigitte-Diät gemacht hätte? Wie viel Geld für den Psychiater hätte ich sparen können? Welche entspannten gemeinsamen Mahlzeiten hätten das Mutter-Tochter Verhältnis harmonisieren können? Ich weiß es nicht. Jedenfalls weiß heutzutage jede, die sich dafür interessiert, dass man als Frau mit der Hormon-Formel von Dr. Pape wirklich abspeckt, ohne Tränen. Das ist scheint auch der Brigitte nicht entgangen zu sein, denn in ihrem neuen Blatt rudert sie kräftig zurück. Allerdings kann man ja nicht jahrzehntelang Ernährungs-Unsinn verzapfen und dann eine unbemerkte 180°-Wende vollziehen. Nein, das Abschreiben, äh Entwickeln völlig neuer Abnehm-Philosophien wird Schritt für Schritt vollzogen, was heißt, dass sich die Brigitte von jedem neuen Diät-Trend ein Scheibchen abschneidet, alles verquirlt und den grauen Brei, der dabei entsteht ihren Leserinnen verfüttert. Frauenzeitschriften verpisst euch, keiner vermisst euch, möchte man da auf ein Plakat schreiben und vor die Brigitte-Redaktion ziehen. Spart euch deshalb die Kohle und glaubt mir, wenn ich sage: Nach 12 Uhr mittags keine Kohlenhydrate und der Speck muss weichen, ob er will oder nicht. Dieser Rat war jetzt kostenlos, doch nicht umsonst.
Tags:Abnehmen, Brigitte, Brigitte-Magazin, Diät, Dr. Pape, Ernährungs-Lügen
Kristy McNichol outet sich als Lesbe
8 JanAls ich heute Perez Hiltons Blog durchstöberte, machte mein kleines Lesbenherz einen Hüpfer. Kristy McNichol hat sich endlich geoutet. Für die Jüngeren unter euch: Diesen Blogeintrag bitte ignorieren, für alle, die mit einem kleinen Sabberfaden einst in äußerst jungen Jahren die Serie “Eine amerikanische Familie” verfolgt haben: Ihr versteht mich bestimmt. Kristy McNichol, der Ausbund des “All american Girls”, leicht gebräunt, immer total fair und natürlich supersportlich: Eine Schwester. Das ich das noch erleben darf, schluchz. OK, das Outing hätte von mir aus auch durchaus 1975 erfolgen dürfen, aber man kann ja nicht alles haben. Bemerkenswert auch ihre diversen Teenie-Filme wie bsw. “Kleine Biester” an der Seite von Tatum O’Neal und Matt Dillon. Heute ist Sonntag, die Videothek ist nicht weit und vielleicht schau ich mir den ein oder anderen noch mal an und zwar mit den vor Rührung umflorten Augen der Lesbomatin!

