Die aktuelle Studie der EU für Grundrechte zeigt: Vor allem lesbische Frauen werden bezüglich ihrer sexuellen Identität in der EU diskriminiert. Skandalös: Deutschland liegt im Mittelfeld!
Laut der Süddeutschen Zeitung wurden für die Onlineumfrage 93.000 Menschen in den 27 EU-Mitgliedsstaaten und Kroatien befragt. Die Umfrage war damit laut FRA die größte ihrer Art. Dabei gaben mehr als ein Viertel der Befragten an, sie seien in den vergangenen fünf Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung körperlich oder verbal angegriffen worden. Besonders stark betroffen sind lesbische Frauen: 55 Prozent der befragten Lesben gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert oder bedroht worden zu sein. 45 Prozent der befragten schwulen Männer berichteten von ähnlichen Erfahrungen.
Im Ländervergleich ist die Diskriminierung lesbischer, schwuler, bisexueller und transsexueller Menschen (LSBT) demnach in den Niederlanden und Dänemark vergleichsweise am geringsten, doch auch dort berichten etwa 30 Prozent der Befragten von Diskriminierung und Bedrohung im vergangenen Jahr. Besonders groß ist das Problem in Mittel- und Osteuropa, in Ländern wie Kroatien und Litauen (etwa 60 Prozent). Deutschland liegt im Mittelfeld: Hier gaben 46 Prozent der Befragten an, in den vergangenen 12 Monaten aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert oder schikaniert worden zu sein.
