Lesbomat's Blog

Die lesbischste Sicht auf die Welt

Prinzessinnen, Popstars und Girl Power

Diese Doku bringt die Sache ziemlich perfekt auf den Punkt.

Heißt Feminismus Vollzeit-Arbeit?

Irgendwie habe ich das mulmige Gefühl, zackige Elitenfrauen wie von der Leyen haben es verstanden, feministische Forderungen so umzudeuten, dass am Ende Mist dabei rauskommt.

Ja, Feministinnen wollten, dass Frauen ihr eigenes Geld verdienen, damit sie wirtschaftlich unabhängiger sind. Aber wollten sie, dass Frauen Vollzeit arbeiten und ihre Kinder dem Staat zur Erziehung überlassen?

Ich selbst bsw. ging kaum in den Kindergarten und wurde erst mit 7 Jahren eingeschult. In der Zeit davor durfte ich im Garten spielen. Im Kindergarten fühlte ich mich eingesperrt und von Singstunden traktiert. Auch die Schule war nicht meins, aber das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls haben wir gerade das Primat der Wirtschaftlichkeit, das unter den Vorzeichen des Feminismus daher kommt. Allerdings möchte der Feminismus doch eigentlich, dass reproduktive Arbeit gerecht geteilt und nicht an den Staat delegiert wird. Der Feminismus möchte genug Zeit zur Erwerbsarbeit, aber auch Eigen- und Familienzeit.

Dieses Thema kommt für mich in aktuellen Diskussionen viel zu kurz. Konservative Frauen erklären 60 Stunden Wochen und Karrierestreben zu feministischen Anliegen. Aber sind sie das wirklich oder ist das eine Umettikettierung, die wir so nicht zulassen dürfen? Sind kinderlose Managerfrauen ohne soziale Bindungen wirklich Vorbilder und ist es ein Nachweis der Unfähigkeit von Frauen, dass sie sich in den Angeboten von Politik und Unternehmen nicht wiederfinden, oder ist es nicht gerade ein Beweis der Fähigkeit der Frauen, in als falsch empfundenen Lebensmodellen nicht zu funktionieren?

Gute Städte für Lesben?

Also, eins kann ich behaupten: Berlin ist eine gute Stadt für lesbische Paare, hier interessiert es nämlich keinen, ob es sich bei uns um ein lesbisches Paar handelt.

Bei Leipzig sieht die Sache wiederum ganz anders aus. Auf der Straße wird da schon mal mehr gegafft und man hat auch teilweise das Gefühl, man sollte sich besser nicht spontan umarmen.

Welche Erfahrungen habt ihr? Wie geht es euch in eurer Heimatstadt? Mich würde das sehr interessieren!

Glotzen, starren, baggern

Die Postfeministinnen diskutieren gerade das Thema sexuelle Belästigung. Dazu Beobachtungen aus mehreren Regionen der Erde.

LINK

Natürlich sind die Übergangen vom bewundernden Nachschauen bis zum aggressiven Glotzen fließend. Aggressives Glotzen ist für Frauen häufig sehr unangenehm.

Ich kann jetzt aber nicht verleugnen, dass ich besonders hübsche Menschen manchmal anstarre. Sowohl Männer, als auch Frauen. Allerdings versuche ich, dabei möglichst nicht “ertappt” zu werden.

Vermutlich ist das heimliche Schauen halbwegs OK, was nervt ist intensives Starren, mit den Augen dominieren wollen, anzüglich werden, sich beim Glotzen in Pose stellen oder sogar im Genitalbereich anfassen.

Heute in der taz entdeckt

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Schwuler Shitstorm wegen Kunstprojekt

Die Kunstaktion Wanna Play des Niederländers Dries Verhoeven hat zu Verdruss in der Schwulenszene gesorgt. In einem durchsichtigen Kasten sitzend hat der Künstler Chatprotokolle und Profilfotos von Männern während des Chats an die Wand projiziert, so dass Passanten “mitlesen” konnten. Einen seiner Chatpartner lud er ein, ihn zu besuchen. In Erwartung eines Sexdates musste der User feststellen, dass seine Nachrichten und seine Persönlichkeit öffentlich gemacht wurden und flippte aus. Der Künstler erhielt einen Faustschlag ins Gesicht, die schwule Community ist empört, weil der Künstler einen “Fluchtraum” von Schwulen in der Gesellschaft an die Öffentlichkeit gezerrt hat.

Ja, es war nicht OK, die Profile öffentlich an die Wand zu projizieren, andererseits ist mir persönlich auch diese verschwiemelte Art der Sexualität zuwider. Wäre auch mal schön, wenn die Community nicht nur Aufheulen würde sondern auch mal ein bisschen selbstkritisch mit dem Thema der Beliebigkeit, der selbsterschöpfenden Rumbumserei und den psychischen Belastungen die daraus folgen umgehen würde. Dazu eine Studie, das wär doch mal interessant. Für mich hat der Künstler da durchaus einen Nerv getroffen. Im Übrigen tue ich selbst im Leben nichts, das ich nicht auch in der Öffentlichkeit vertreten würde.

Der Reflex beim Thema Sex

Bei jedem Artikel, in dem es um den Schutz von Frauen geht, begegnet er mir wieder, der männliche Aufheul-Reflex.

Gerade zum Beispiel bei der “Nur ja heißt JA”-Kampagne an amerikanischen Unis, im Rahmen derer beschlossen wurde, dass man seine Sexualpartner vor dem Sex um die Zustimmung zum selben bitten muss. Sind diese nicht mehr in der Lage zuzustimmen, dann eben kein Sex, irgendwie logisch? Jetzt kann es für denkende Menschen doch kaum einen Zweifel daran geben, dass es nicht angemessen ist, eine bewusstlos gedrogte oder besoffene Person sexuell zu belästigen, dennoch kommentieren Männer solche Gesetze folgendermaßen:

“Was hier als Fortschritt gefeiert wird, ist der Verlust jeglicher Vernunft.”

“Es geht hier mehr um die Verhinderung von Sex als der Verhinderung von Vergewaltigungen.”

“In Schweden ist man da schon weiter, dort kann eine Frau einen zunächst ausdrücklich einvernehmlichen Sex im Nachhinein “uminterpretieren”, nämlich dergestalt, dass sie den Sex rückblickend eigentlich doch nicht gewollt hat und den Mann dann anzeigen.”

“Am Besten, man und frau lässt das mit dem Sex ganz und gar, zumindest mit dem Hetero-Sex, der ist ja doch so oder so doch immer nur eine Zumutung für die Frauen.”

“Die Anarchie der menschlichen Sexualität muss endlich ein Ende haben. Nur ein notariell beglaubigter Vertrag kann vor Gericht beweisen, dass einvernehmlicher Koitus vollzogen wurde. Alles andere ist [Vorsicht Triggerwarnung] Vergewaltigung!”

“Also, wenn man mit jemanden Sex möchte, dann braucht man ein Diktaphon und ein Alkoholtestgerät.”

Also, ich wundere mich wirklich, dass es noch keine Stadtguerilla gibt, die solchen Arschlöchern einen Schwanz auf die Stirn tätowiert, ganz ehrlich.

Bundeswehr blamiert sich bei der Werbung

Laut SPON hat sich die Bundeswehr mal wieder einen richtigen Fehlgriff geleistet. Bei der Werbung für Frauen in der Bundeswehr gab es Rollenklischee-Bilder vom Feinsten. Frau im Schuhgeschäft, Frau vor dem Kleiderschrank…was auch sonst? Das sind doch unsere einzigen Hobby Mädels, oder?

Ich als Pazifistin finde es aber gut, dass die Bundeswehr zu blöd ist, Frauen richtig clever durch Werbung anzusprechen. Denn mir ist lieber, es ist Krieg und keine geht hin.

Männerwitz der Woche

Ein Mann hat 3 Freundinnen, aber er weiß nicht, welche von ihnen er heiraten soll.Also beschließt er, einen Test zu machen, um herauszufinden, welche von den dreien am besten für ihn geeignet ist. Er hebt 15.000 Euro von seinem Konto ab, gibt jeder 5.000 Euro und sagt: Gebt es aus, wofür Ihr wollt.

Die erste geht Shoppen, kauft Klamotten, Schmuck, geht zum Frisör, zur Kosmetik etc. Sie sagt zu dem Mann: Ich habe Dein ganzes Geld ausgegeben,um schöner für Dich zu sein, um Dir noch mehr zu gefallen.Weil ich Dich liebe.

Die Zweite kauft einen Flachbildfernseher, eine Blue-Ray-DVD-Konsole,Play-Station 5, Tennisschuhe, Golfschläger etc. und sagt: Ich habe Dein ganzes Geld ausgegeben, um Dich glücklich zu machen.Weil ich Dich liebe.

Die Dritte nimmt das Geld und spekuliert an der Börse. In drei Tagen verdoppelt sie den Einsatz, gibt die 5.000 Euro an den Mann zurück und sagt: Ich habe Dein Geld investiert und damit das meine verdient. Dieses kann ich nun für mich ausgeben.Das tat ich, weil ich Dich liebe.

Also überlegt der Mann…

überlegt…

und überlegt…

und überlegt…

und überlegt…

und überlegt…

und überlegt…

und überlegt… (er denkt wirklich sehr viel nach…)

kratzt sich am Schritt

und überlegt…

Und heiratet dann die mit den dicksten Titten.

Des Chauvis letzte Feste: Der Tatort

Wirklich selten so einen Ansammlung an Altherren-Chauvinismus gesehen wie im Kölner Tatort “Wahre Liebe” gestern. Die neue Assistentin fegt als erstes ein Getränk vom Schreibtisch des Kollegen. Alle umstehenden Herren rollen selbstverständlich mit den Augen, als würde ihnen nie ein Missgeschick passieren. Der Kommandoton gegenüber Frauen erinnert an die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Stimme der Frau ist piepsig vor Aufregung, weil sie jetzt ja mit den alten Säcken von der Kripo zusammenarbeiten darf.

Weitere Frauen: Arme, frustrierte, unattraktive alleinstehende Damen, die sich von einem Internet-Betrüger haben ausnehmen lassen. Die Damen sind natürlich völlig überzeichnet und so affektiert und “dämlich”, wie nur Frauen sein können, wenn man den Schreibern dieser Tatorte folgt. Dass im Internet in allererster Linie Männer abgezockt werden, weil der männliche Drang nach Sex und Liebe ebenfalls das Hirn ausschaltet, diese Tatsache hat sich bei Drehbuchautoren einfach noch nicht rumgesprochen. Und warum müssen Frauen, die im Internet auf Partnersuche sind immer so albern dargestellt werden? Jede dritte Beziehung wird im Internet angebahnt, vergisst der Tatort ja nicht zu erwähnen. Da kann man getrost davon ausgehen, dass die Annoncen nicht nur von aus der Zeit gefallenen oder unansehnlichen Frauen aufgegeben werden. Aber wo wäre der Tatort, wenn er seine Klischees nicht bedienen würde? So ist und bleibt der Tatort auch wenn die ein oder andere Kommissarin gelegentlich ein bisschen tough (aber immer gepflegt und feminin) auftreten darf ein Ausbund an rückwärtsgewandter ewiggestriger Zementierung des längst korrodierenden Geschlechterkonsens.

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