Lesbomat's Blog

Die lesbischste Sicht auf die Welt

Rollenverordnungen mit dem Stempel des Sexualtherapeuten

Ja, beim Sex geht es nicht immer demokratisch zu, da gibt es Spielereien, die Macht oder Ohnmacht inszenieren, aber mit dem Alltag und der Beziehungswirklichkeit meistens nichts zu tun haben.
Das hat jetzt auch “Die Zeit” thematisiert. Warum aber nur, warum scheinen nur Frauen den Wunsch nach Ohnmacht zu haben, wenn man diesem Artikel folgt? Mit keinem Wort wird erwähnt, dass auch Männer davon träumen, genommen und dominiert zu werden. Dabei ist es ein Urtraum der Männer, dass Frauen ihnen mal die Schießer-Feinripp vom Leib reißen.

Nur Frauen haben masochistische Phantasien? Wer’s glaubt, wird selig.

Die ständige Wiederholung dieser Unterstellung manifestiert allerdings die wahrgenommenen Rollenzuschreibungen in einer Gesellschaft. Wenn’s der Sexualtherapeut sagt wird es schon stimmen, gelle. Und wie praktisch, dass das, was der “Experte” so von sich gibt auch noch ganz wunderbar in gesellschaftliche Konventionen und Vorstellungen passt.

Männer, die auch gerne mal genommen werden würden, werden das also auch in Zukunft tunlichst für sich behalten. Und Frauen, die gerne mal dominant sind, werden darüber lieber schweigen. Und die anderen langweiligen, die beim Sex vor allem Liebe, Zärtlichkeit und Orgasmus schätzen, halten sowieso die Klappe. Bleibt also alles beim Alten.

Sex Unterwerfung Dominanz Fantasie

Bundesvision Song Contest

Die Idee war gut, doch inzwischen ist sie breit. Der Bundesvision Song Contest war angetreten, um mehr authentische Musik aus Deutschland in die Fernsehlandschaft zu bringen. Mit der letzten Sendung ist das Scheitern zelebriert worden. Leider haben sich die Plattenfirmen durchgesetzt und platzieren ungehemmt die von ihnen gesignten Pappnasen, die dämlich genug waren einen Plattenvertrag zu unterschreiben. Labelfreie Bands oder Bands von Indie-Labeln haben ebensowenig was zu suchen wie FRAUEN. Ganze 2 weibliche Acts haben es in die Auswahl geschafft, Miss Platnum und Kitty Kat. ÄTZEND!

Her mit der Frauenquote, wenigstens hier, möchte man rufen.

Ebenso wie die Deutschpop-Plattform “Die neuen DeutschPoeten” des Berliner Radiosenders Fritz, bei dem man Frauen mit der Lupe suchen kann. Als wäre Deutschpop ein Männerclub, in dem Frauen keinen Zugang haben.
Und vom Frauenmangel abgesehen: Wäre es nicht die Aufgabe, des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und vor allem RADIOS, deutschsprachiger Musik eine Plattform zu bieten?
Aber nein, nicht mal 15% der in den öffentlich-rechtlichen Radios gespielten Musik stammt aus Deutschland.
Und die Labels schicken eine stromlinienförmige Jungsband nach der anderen ins Rennen, um den Teeniemädchen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn Teeniemädchen sind Käuferinnen, aber niemals, niemals Akteurinnen, wenn es nach den Maßgaben der Labelchefs und Musikredakteure geht.

War man vor einigen Jahren noch stolz auf Bands wie “Wir sind Helden” “Die Sterne” oder “MIA” oder die traurigen Lieder einer Christiane Rösinger, staunt heute noch über die Songs von “Locas in Love” ist man inzwischen enttäuscht von dem, was es dann ins Radio schafft. Wollen wir wieder 20 Jahre zur deutschen Lala-Musik zurückkehren? Schlager für die Generation Y? Zu aussageloser Bums-Mucke für den G-Star-Lagerverkauf?

Derzeit läuft eine Online-Petition für deutsche Musik, wer ebenfalls der Ansicht ist, dass deutschsprachige Musik einen Platz in der GEZ-finanzierten Medienlandschaft haben sollt, kann hier unterzeichnen.

Natürlich werden auch dann weiterhin die Majors ihren Müll in die Kanäle stopfen, aber die Hoffnung bleibt, dass ein paar verquere Acts es dennoch schaffen werden, ein paar Radiominuten zu ergattern.

Blau ist eine warme Farbe

Ich habe mich ja lange genug geziert, aber gestern habe ich mir nun endlich den “Lesbenfilm des Jahres” angeschaut und muss sagen, er hat mich tief berührt. Die Geschichte ist sehr authentisch und neben dem Thema, zu seiner Homosexualität zu stehen wird auch die Herkunft aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und das Nähe-Distanz Problem, gerade in Beziehungen, die gesellschaftlich nicht völlig akzeptiert sind, aufgegriffen. Mit den beiden Hauptdarstellerinnen wurden sehr natürliche Typen gewählt, die auch verhindern, dass die recht drastischen Sexszenen allzu voyeuristisch daherkommen. Ein Plus des Films ist die teilweise verstörende Kamera, die den Darstellern sehr nahe rückt und deshalb eine hohe Intimität zu den Figuren erzeugt. Eventuell soll damit auch ein dem Thema kritisch gegenüberstehendes Publikum in den Bann gezogen werden, was ja auch gelungen ist. Man rückt den Figuren sehr nahe. Eine Wendung, die ich in anderen Filmen mit lesbischen Themen immer empörend fand, hat das Drehbuch geschafft plausibel zu machen: Trotz großer Liebe zu einer Frau wendet sich die Hauptdarstellerin in einer Beziehungskrise einem Mann zu. Hier ist das psychologisch plausibel und keineswegs mit dem “Ätsch, Bätsch, jetzt kehrt sie zur Vernunft zurück” Raunen anderer Filme zu vergleichen. Schön auch, dass der Film nicht nach der Trennung endet, sondern die Trennung in mehreren Stufen erzählt. Tolles Ding, hingehen, oder kaufen. Macht sich sicher auch gut im DVD-Regal.

Nachtrag: Der Regisseur des Filmes ist ein Mann: Abdellatif Kechiche. Die Idee basiert auf dem Comic gleichen Namens von Julie Maroh.

Kechiche wurde nach dem Film von den Darstellerinnnen und Julie Maroh stark kritisiert. Nach Ende der Dreharbeiten wurde heftig diffamiert und gestritten, was nur ein Hinweis darauf ist, dass der Erfolg dieses Films wohl nicht geplant war und Darsteller und Autoren noch kein Hollywood Format erreicht haben. Nach einem Hollywood Streifen beschleimt sich ja die Crew ebenso regelmäßig wie unglaubwürdig gegenseitig in der festen Absicht, wieder gebucht zu werden.

Ätzende Spannerei

Gerade wurde in Japan eine Handykamera für Schuhe aus dem Verkehr gezogen, mit deren Hilfe Männer unter die Röcke von Frauen filmen konnten. Wie doof und verklemmt muss man eigentlich sein, um sich an so etwas aufzugeilen? Oder sich überhaupt an Bildern aufzugeilen, oder Leute zu beobachten, die nackt sind und sich dabei was abzuholen?

Und woran liegt es, dass in unseren Breitengraden an Nacktbadestränden immer alte Knacker stehen und glotzen und ihre Frauen liegen und weggucken? Alles Leute, die in wesentlich sexualfeindlicheren Jahrzehnten aufgewachsen sind und irgendwie Begaffen mit Begatten verwechseln.

Und warum sagen die Frauen dieser Männer nicht mal: Alter, leg dich hin und hör auf, hier anderen Leuten hinterherzugaffen? Wieso halten diese Frauen von diesen Männern selbst dann die Klappe, wenn dem lieben Lebensgefährten der Sabber das Kinn runterläuft??

So was kann einem wirklich den ganzen Strandtag vermiesen!

Also, bei mir rührt sich gar nichts, wenn ich eine nackte Person sehe oder den x-beliebigen Schlüpfer irgendeiner Frau. Ich nehme auch stark an, dass es sich beim Spannen um ein pissiges kleines Machtding handelt und nicht um das Ergebnis an sich. Die Männer fahren darauf ab, sich etwas zu nehmen, das ihnen die Frau nicht geben will. Sie dehnen also ihre eigenen sexuellen Gedanken auf die Frau aus, gerade weil sie nicht einverstanden ist. Mir kommt dieses Geglotze häufig recht aggressiv vor. Beste Ergebnisse habe ich damit erzielt, mich umzudrehen, solche Typen suchen häufig Blickkontakt und wenn man sich umdreht, übernimmt man die Kontrolle.

Berliner CSD Streit geht in die nächste Runde

Grundsätzlich ist mir die Streiterei beim Berliner CSD ja schnurzpiepegal, allerdings würde mich schon mal interessieren, was die Berliner Agentur publicom (Geschäftsführer Robert Kastl) für die Vermietung von Werbeflächen beim Berliner CSD so einnimmt und wohin diese Gelder fließen?
Bisher gab es dahingehend noch keine Auskunft vom Berliner CSD e.V. Ich gehe ja ohnehin seit Jahren zum Kreuzberger Transgenialen CSD, denn der ist reklamefrei.
Sollte sich der Berliner CSD e.V. hinsichtlich seiner Finanzen nicht dazu entschließen können, sämtliche Einnahmen und Ausgaben offen zu legen, hat er meiner Meinung nach seine Existenzberechtigung verwirkt.

Im Übrigen bin ich keineswegs gegen die Honorierung irgendwelcher Aufgaben, die beim alljährlichen CSD erledigt werden müssen. Was allerdings wirklich übel aufstösst ist der Mangel an Transparenz. Die Community sollte die Kraft finden, hier einen Neuanfang mit neuen Gesichtern zu starten. Aber anscheinend sind manche auf ihren Pöstchen festgewachsen. Schon daran sieht man, dass die Verbindung von Engagement und beruflichen Interessen eine ungute ist.

Noch mal zur Erinnerung: Der Krach beim Berliner CSD startete mit dem Versuch, den CSD aus recht fadenscheinigen Gründen in Stonewall Parade umzubenennen. Die Wortmarke Stonewall wurde schon im
November 2012 vom Berliner CSD e. V. beim Patentamt eingetragen. Vorstand des CSD e.V.: Robert Kastl.

Nun kann das alles gut gemeint und ein Versehen sein. Dennoch wäre es für das allgemeine Klima sicher von Vorteil, wenn sich Robert Kastl um seine Vermarktungsagentur kümmern und die Aufgaben im Berliner CSD e.V. abgeben würde.

Tiefergehende Informationen bei Queerpride

Danke Facebook

Wie ich in diesem Blog ja mehrfach berichtete, habe ich ein Problem mit der Zumutung, mich bei jeder dahergelaufenen Webseite für eine männliche oder weibliche Geschlechtsidentität entscheiden zu müssen.
Denn ich empfinde diese Modelle als kalten Kaffee, alte Stinkesocken, schimmligen Käse.
Das ganze Mann-Frau Theater kommt doch nur daher, dass sich männliche Heulsusen und weibliche Barbaren ebenso als Männer oder Frauen titulieren lassen müssen wie feminine Kerle und maskuline Großmütter.
Auf Facebook bin ich jetzt endlich ganz ich selbst, nämlich nicht-binär. Der einzige Wermutstropfen dieser Geschlechtsbezeichnung ist, dass nicht-binär so negativ klingt. Positiv binär wär mir lieber. Vielleicht gründe ich eine Aktionsseite, wenn ich Zeit habe…

Eure Positiv Binärin…

Julian, Heul

Der neue Roman von Julian Heun wettert gegen den Hipster, dass die Lesbomatin sich eigentlich ein Beispiel nehmen sollte, ist sie bisher mit den Bärtchenträgern im Vergleich dazu doch relativ sanft umgegangen. Julian Heun ist mir als Poetry Slammer sehr positiv aufgefallen, so habe ich auch beim Roman-Erstling des Jungspunds gleich zugegriffen. Doch ach, es ist missglückt. Trotz eines Ausnahmetalents als Slammer ist J.H. leider nicht gelungen, auch auf der Langstrecke zu überzeugen. Strawberryfields Berlin hastet zwischen Szenen aus dem Leben eines misantrophischen Hauptstadtreporters und eines Aussteigers in Indien hin und her, ohne, dass einen die Geschichte in irgendeiner Weise berühren könnte. Zudem war ich angesichts der sensiblen Themenauswahl der Poetry Slam Beiträge des Jungdichters über die frauenfeindliche Attitüde im Buch doch sehr erstaunt. Auch wenn man den Autor nicht mit dem Protagonisten verwechseln sollte: Ist das wirklich zeitgemäß? Bukowski lässt aus der Ferne grüßen, hat seinen Fickgeschichten aber wesentlich mehr Herz mitzugeben vermocht, als dieser Roman-Neuling. Und darüber hinaus: Die Hipster sind derart unwichtig und werden so schnell verblassen, dass es sich wirklich nicht lohnt, darüber einen ganzen Roman zu verzapfen.

Anbei ein Clip aus besseren Zeiten.

Heute Urteil im Pistorius Prozess

Das Urteil im Pistorius Prozess wird heute verkündet. 15 Jahre wegen fahrlässiger Tötung sind noch möglich, ebenso aber Sozialdienst oder ein Strafgeld, Entschädigung kann man das ja wohl kaum nennen.
Man wünscht natürlich keinem Menschen einen lebenslänglichen Knastaufenthalt. Man muss aber auch immer an das Opfer denken, dessen Leben für immer zerstört wurde. Und das Opfer hat vor Gericht keine Möglichkeit, zu weinen oder sich zu übergeben. Es wurde vom Täter zu einem Bild gemacht, einer leeren Hülle. Ein paar Pixel aus der Vergangenheit. Beim Täter geht es noch um eine Zukunft. Beim Opfer gibt es keine Zukunft mehr. Deshalb sind wir geneigt, dem Täter eine Zukunft einzugestehen und ignorieren häufig, dass er über die Zukunft seines Opfers weniger großzügig bestimmt hat.
Die nahe liegendste, wenn auch eventuell nicht beweisbare Variante ist nach wie vor, dass die beiden sich gestritten haben und Riva in die Toilette geflüchtet ist. Deshalb stellt sich die Frage, ob es im Vorfeld Hinweise auf eine Gewaltbeziehung der beiden gab.

Diese SMS schrieb Reeva Stenkamp an Pistorius:

“Ich habe manchmal Angst vor Dir und Deiner Art, wie Du nach mir schnappst und wie Du Dich mir gegenüber verhältst”

+++ Richterin: Pistorius beging weder Mord noch vorsätzliche Tötung +++

Die Gazetten berichtet und ich könnte einfach nur noch die glatten Wände hochlaufen. Windet sich dieses aalglatte Kerlchen und seine steinreiche Familie noch raus. Ich fass es nicht!
Mit einer Knarre auf die geschlossene Toilettentür ballern weil man im Klo einen Einbrecher vermutet ohne nachzufragen, ob vielleicht die Freundin mal kurz musste und dieser hanebüchende Blödsinn wird geglaubt. Angesichts der vielen Fälle von häuslicher Gewalt gegen Frauen und dem aufbrausenden Charakter von Pistorius ist das so wahrscheinlich, wie in China ein Eisbein serviert zu bekommen.
Jetzt hat Südafrika seinen eigenen O.J. Simpson.

Gerade im Bereich der Justiz gibt es in vielen Ländern, auch in Deutschland eklatante Missstände im Hinblick auf Gewalt gegen Frauen. Wer kann denn ernsthaft glauben, dass Pistorius nicht wusste, auf wen er da schoss? Er war weder betrunken noch stand er unter Drogen. Die Behauptung, er hätte in einer gesicherten Community Angst vor einem Einbrecher gehabt, ist zwar einigermaßen lächerlich, aber selbst wann man voraussetzt, dass das möglich wäre handelt es sich um Mord. Er hätte schließlich bewaffnet aus sicherer Distanz die Tür bewachen und die Polizei rufen können.

Marcus Wiebusch von Kettcar ist ein guter Junge

Der Tag wird kommen

Und der Tag wird kommen an dem wir alle unsere Gläser heben
Durch die Decke schweben, mit ‘nem Toast den hochleben lassen
Auf den ersten, der es packt, den Mutigsten von allen
Der Erste, der’s schafft
Es wird der Tag sein, an dem wir die Liebe, die Freiheit und das Leben feiern
Jeder liebt den, den er will und der Rest bleibt still
Ein Tag, als hätte man gewonnen
Dieser Tag wird kommen

Dieser Tag wird kommen, jeder Fortschritt wurde immer erkämpft
Ganz egal, wie lang es dauert,
Was der Bauer nicht kennt, nicht weiß, wird immer erstmal abgelehnt
Und auf den Barrikaden die Gedanken und Ideen, dass das Nötige möglich ist

Wie Freiheit und Gleichheit,
Dass nichts wirklich unmöglich und in Stein gemeißelt ist
Bis einer vortritt: “Schluss jetzt mit Feigheit”
Geschichte ist Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit
Wir den aufrechten Gang haben, nicht mehr in Höhlen wohnen
Nicht mehr die Keulen schwingen, Leute umbringen
Nicht umherstreifen in kleinen Herden
Weil Menschen nicht ewig homophobe Vollidioten bleiben werden

Und der Tag wird kommen an dem wir alle unsere Gläser heben
Durch die Decke schweben, mit ‘nem Toast den hochleben lassen
Auf den ersten, der’s packt, den Mutigsten von allen
Der erste, der’s schafft
Es wird der Tag sein, an dem wir die Liebe, die Freiheit und das Leben feiern
Jeder liebt den, den er will und der Rest bleibt still
Ein Tag, als hätte man gewonnen
Dieser Tag wird kommen

A-Jugend Leistungsklasse Wilhelmsburg-Süd
Ein verschworener Haufen und einer macht den Unterschied
Mit so viel mehr Talent und mit mehr Willen als alle
“Oh, das wird mal ein Profi”, stolz wussten wir das alle

U17, U19, Hamburger Auswahl
Bei fast jedem Heimspiel: Mehrere Scouts da
Nur ‘ne Frage der Zeit bis das Angebot kam
1.Liga, drei Jahre und ein Traum wurde wahr
Und am Abend des Deals, als wir es krachen lassen wollten
Er sich uns anvertraute und sich nichts ändern sollte
Denn die einen ahnten es, den anderen war es längst klar
Manche wussten es schon, es war uns allen egal

Es war uns vollkommen egal ob er straight oder schwul war
Wir spielten zusammen seit der F-Jugend Fußball
Eine Gang, ein Team, ein “You’ll never walk alone”
So wurde es beigebracht, so wir es jetzt gemacht, mein Sohn
Dann besoffene Tränen und die große Erleichterung
Oh, dieser Tag kommt aus genau dem gleichen Grund:

Weil wir Menschen nicht danach bewerten, wen sie lieben
Ihr Sex ihre Sache ist und sie es nicht verdienen
Von den Dümmsten der Dummen beurteilt zu werden

Von den dümmsten der Dummen beurteilt zu werden
Um von ihnen dann verurteilt zu werden
Und er nahm seinen Traum, zog in die fremde Stadt
Und wir behielten sein Geheimnis, blieben zurück und in Kontakt

Und der Tag wird kommen an dem wir alle unsere Gläser heben
Durch die Decke schweben, mit ‘nem Toast den hochleben lassen
Auf den ersten, der’s packt, den Mutigsten von allen
Der erste, der’s schafft
Es wird der Tag sein, an dem wir die Liebe, die Freiheit und das Leben feiern
Jeder liebt den, den er will und der Rest bleibt still
Ein Tag, als hätte man gewonnen
Dieser Tag wird kommen

Nicht den Anschein erwecken in der großen Maskerade
Agenturen stellen die Freundin und besorgen die Fassade
Die gestellten Urlaubsfotos und den öffentlichen Auftritt
Warten, bis die ganze Scheiße auffliegt
Nicht den Anschein erwecken, auf dem Feld härter spielen
Zehn gelbe, zwei rote Karten und die auch verdienen
“Du kennst mich, ich war nie ein unfairer Spieler
Und jetzt gelt’ ich als Treter der Liga”

“Du weißt nicht wie das ist wenn man immer eine Maske trägt
Immer aufpassen muss, wer man ist, wie man lebt
Permanent, eigentlich die ganze Zeit Angst
Und du spielst in dem Mist dann so gut wie du kannst”

“Und der sehnliche Wunsch und die Frage, wie es wäre
Hier ein anderer zu sein, jetzt mit dieser Karriere
Wenn ich es ändern könnte, dieses traurige Leben
Für mein Fühlen nie entschieden und so ist es eben”

Wir waren zusammen in Stadien, vor ca. 20 Jahren
Als sie farbige Spieler mit Bananen beworfen haben
Dann die Affenlaute, bei jeder Ballberührung
Diese Zeiten sind vorbei und keine glückliche Fügung
Sondern Fortschritt, Veränderung, wir sind auf dem Weg
Außenminister, Popstars, Rugby-Spieler zeigen, dass es geht
Früher undenkbar, heute normal, ich wette 90% ist es egal

Und dann erinner’ dich an die Erleichterung als es raus war
Wie dein Herz zersprang, als die Wörter rauskamen
Die finden das zwei Wochen spannend und der Spuk ist verschwunden
Und du hättest deinen Frieden gefunden

“Kein Verein will den Rummel, kein Team den Alarm
Und der Vertrag, den ich hab’, geht so schnell wie er kam
Dass kann keiner absehen, wenn der Sturm losbricht
Und der Sturm wird kommen, ob man will oder nicht”

“Du bist dann der Erste, der Homo, der Freak
Es gibt dann keinen, der in dir nur noch den Fußballer sieht
Aber ja, es wird besser und der Tag ist in Sicht
Einer wird es schaffen, aber ich bin es nicht”

Es ist deine Entscheidung, ganz egal wer was sagt
Beim Abschied geflüstert: “With hope in your heart”
Noch Einigkeit erzielt, dass der Tag kommen wird
Und das nächste Heimspiel wohl gewonnen wird
Auf dem Nachhauseweg, dieser eine Gedanke
Und fasst schon ein Lächeln

All ihr homophoben Vollidioten, all ihr dummen Hater
All ihr Forums-Vollschreibeer, all ihr Schreibtischtäter
All ihr miesen Kleingeister mit Wachstumsschmerzen
All ihr Bibel-Zitierer mit euer’m Hass im Herzen
All ihr Funktionäre mit dem gemeinsamen Nenner
All ihr harten Herdentiere, all ihr echten Männer
Kommt zusammen und bildet eine Front
Und dann seht zu was kommt

Und der Tag wird kommen an dem wir alle unsere Gläser heben
Durch die Decke schweben, mit ‘nem Toast den hochleben lassen
Auf den ersten, der’s packt, den Mutigsten von allen
Der erste, der’s schafft
Es wird der Tag sein, an dem wir die Liebe, die Freiheit und das Leben feiern
Jeder liebt den, den er will und der Rest bleibt still
Ein Tag, als hätte man gewonnen
Dieser Tag wird kommen

Dieser Tag wird kommen

Dieser Tag wird kommen

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