Lesbomat's Blog

Die lesbischste Sicht auf die Welt

Robin Williams R.I.P. , aber…

Der angeblich ach so lustige Film Mrs. Doubtfire war wirklich ein Glanzstück an patriarchalem Backlash.
Falls sich noch jemand erinnert: Der Stimmenimitator und Schauspieler Daniel Hillard wird von seiner Frau Miranda rausgeworfen, als er zum wiederholten Mal den Job schmeißt und bei einer Geburtstagsfete für Sohn Christopher das Haus in ein wüstes Schlachtfeld verwandelt.

Es kommt zum gerichtlichen Streit um das Sorgerecht, das letztendlich Miranda zugesprochen wird.

Da er den Gedanken, seine drei Kinder nur einmal die Woche unter Aufsicht sehen zu dürfen, nicht ertragen kann, lässt er sich von seinem Bruder, einem gelernten Maskenbildner, die perfekte Maskerade einer sechzigjährigen Dame (eben Mrs. Doubtfire) verpassen und bewirbt sich, gekoppelt mit seiner Begabung als Stimmenimitator, auf eine Stelle als Kindermädchen bei seiner Exfrau.

Diese fällt auf die Maskerade herein, und so nimmt das Unheil seinen Lauf: Daniel arbeitet mehrere Monate bei ihr verkleidet als Haushälterin und Kindermädchen. Eines Tages wird er von seinen Kindern beobachtet, wie er stehend uriniert. Sie versprechen ihm jedoch, das Geheimnis für sich zu behalten, denn auch sie wollen ihren Vater sehen. An einem Abend fliegt der Schwindel auf, als Daniel bei einem Restaurantbesuch die Maske verrutscht.

Miranda reagiert entsetzt und bekommt nunmehr endgültig das Sorgerecht zugesprochen.

Erst als Daniel durch Zufall mit der Figur „Mrs Doubtfire“ seine eigene Fernsehshow bekommt und seine Pflichten als Hausmann erledigen kann, entschließt sich Miranda, ihm trotz des Streits der Kinder zuliebe anzubieten, das Sorgerecht gemeinsam auszuüben.(Quelle: Wikipedia)

In Mrs. Doubtfire wird also eine Ehefrau als zu blöd dargestellt, zu erkennen, dass ihr Mann sich verkleidet in ihr Haus schleicht. Der Mann stalked also seine Exfrau, macht seine Kinder zu Komplizen und verhindert letztendlich, die Konsequenzen für sein Versagen als Vater tragen zu müssen. Zudem reagiert er eifersüchtig, als seine Exfrau einen neuen Partner kennenlernt. Die Zuschauer werden durch den Film animiert, komplett die Sichtweise des Mannes zu übernehmen. Mir persönlich ist bei diesem Film das Lachen vergangen.

Mrs. Doubtfire reiht sich für mich in die Reihe der US-Produktionen ein, die während der 1980er und 90er Jahre die zunehmende gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau durch einen reaktionären Tenor zu torpedieren suchten. Und in der nächsten Folge der frauenfeindlichsten und absurdesten US-Filmproduktionen: Enthüllung, mit Michael Douglas und Demi Moore.

Gleicher Lohn für jede Arbeit – Probleme

Hi zusammen,
ich würde gerne einmal die Schwierigkeiten des Themas ins Auge fassen. Eine, die mir ad hoc eingefallen ist, ist folgende: Werden sich noch Menschen finden, die Unternehmen gründen, wenn es für jede Arbeit gleichen Lohn geben wird, oder besteht dann die Gefahr, dass es nur noch Staatsbetriebe geben wird? Muss es Ausnahmen geben und welche? Unternehmer könnten eventuell den Antrieb verlieren, wenn man ihnen den Porsche wegnimmt, oder?
Bei Ärzten sehe ich das Problem nicht, denn dieser Beruf ist eine Berufung und wer Menschen heilt, bekommt auch viel zurück.

Eure Lesbomatin

Löhne, die auf einen Bierdeckel passen

Mir fehlen gerade in einem hohen Ausmaß die visionären politischen Ideen.
Also fang ich mal an. Die Lohnunterschiede werden immer größer in Deutschland. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Gleichzeitig sinkt die Zahl der vorhandenen Arbeitsstunden. Warum ist die Arbeit eines Managers mehr wert als die einer Putzfrau? Warum bekommen Leute, die kreative Berufe erledigen dürfen auch noch mehr Geld dafür als ein Arbeiter am Fließband? Oder umgekehrt: Warum bekommt eine Arbeiterin bei VW mehr Geld als eine Schriftstellerin?

Meine Vision für die Zukunft. Gleicher Lohn für jede Arbeit.

Wer 10 Stunden in der Woche arbeiten möchte bekommt 1000,00 Euro im Monat.
Wer 20 Stunden in der Woche arbeiten möchte bekommt 2000,00 Euro im Monat.
Wer 30 Stunden in der Woche arbeiten möchte bekommt 3000,00 Euro im Monat.
Wer 40 Stunden in der Woche arbeiten möchte bekommt 4000,00 Euro im Monat
Wer die ganze Woche ohne zu schlafen durcharbeiten möchte bekommt 16.800 Euro im Monat.

Denn: Das einzige wirklich Endliche im Leben ist Zeit.

Lachen mit Sybille Berg

Gerade denkt man, in deutschen Zeitschriften wäre gar nichts Erquickliches mehr zu finden, kommt Sybille Berg mit einem hochamüsanten Beitrag um die Ecke, der natürlich sofort eine vorhersehbare Menge an männlichem Entsetzen in Kommentarform provoziert. Danke, danke, liebe Sybille Berg, ich hab sehr gelacht.

Kolumne: Frauen und Sex: Wir frustrierten Kühe

Das kleine Glück

Wir haben Namen

Männer haben es schwer. Als gestandene Frau möchte man weder als “Mädel” noch als “Dame” angesprochen werden, auch “Schlampe” und “Fotze” kommen bei Frauen nicht gut an.
Der ironische Zug, der das Wort Dame umspielt, wenn es nicht in Knigge-kompatiblen Kreisen ausgesprochen wird, macht die Anrede für viele Frauen unangenehm.
Allerdings spreche ich auch Männer nur selten mit “Kerl”, “Herr”, “Junge”, “Stecher” oder “Wichser” an.
Um diese Not zu lösen gibt es einen einfachen Trick. Sich vorstellen und Namen merken. Jede/r freut sich, wenn man mit seinem richtigen echten Vornamen angesprochen wird. Tolle Sache. So muss man keine 50jährigen Frauen mehr Mädels nennen und keine 15jährigen Jungen mehr Herr.

Wär doch mal was.

Die Liebesfalle-Reportage ARD

Gestern kam dann noch eine Reportage über Dating-Seiten im Netz und wie Männer (und auch Frauen) dort betrogen werden. Mein lesbomatisches Mitleid hielt sich allerdings in eng gesteckten Grenzen, als ich erfuhr, dass die betrogenen Männer allesamt 45-52 waren und Frauen um die 25 aus Russland angesprochen hatten. Problembewusstsein im Hinblick auf den Altersunterschied natürlich Null, Null.
Eigentlich hatten sie wahrscheinlich die ganze Zeit mit anderen Männern gechattet, die ihnen erfolgreich das Geld aus der Tasche gezogen haben, eine Nathalie oder Katharina gab es gar nicht.
Wenn schon nicht die Einsicht zu erwarten ist, dass man sich als Mann zumindest eine halbwegs gleichaltrige Partnerin suchen sollte, dann keimt bei den Männern auf Frausuche eventuell wenigstens die Einsicht, dass diese Angebote meist betrügerischer Natur sind.

Übrigens helfen nicht einmal Vergleichsportale bei der Auswahl einer seriösen Partnervermittlung, denn diese erhalten von den Portalen Provisionen, sind also selbst Teil des Systems.

Mit Jungs im Park

Letzte Woche mal wieder mit Männern den Abend verbracht. Neuester Trend bei denen ist irgendeine App, mit der man sehen kann, wer in der Nähe ist. Nach Bildcheck kann man sich dann mit dem jeweiligen Mann oder der jeweiligen Frau zum Sex verabreden. Mein Gesprächspartner nutzt diese App anscheinend fleißig. Früher soll er mal ziemlich dick gewesen sein, jetzt hat er durch Diät und Sport Idealmaße erreicht und die Frauen finden ihn wieder akzeptabel.
Ich glaube, dass diese Sextreffen zu innerer Leere und Depressionen führen, weil man ja nicht gemeint ist, sondern die Leute sich mit einem Foto treffen und mit ihren Projektionen. Mit so einer App wird jeder zur DSDS Jury und kann entscheiden, wer in die SHOW kommt. Das ist der Vorteil daran fürs Ego. Da aber nicht mal Männer nur aus Geilheit und Augen bestehen, gibt es auch eine Menge Nachteile.

Männer schaufeln sich ihr Grab

“Hallo! Ich bin Torben, 27, studiere hier in Jena sozialwissenschaftliche Fächer und bin momentan ziemlich gestresst. Und da dachte ich mir so manchen Abend, wie schön es doch wäre, wenn ich mit einer angenehmen, weiblichen Person nach der Bibliothek noch einen Spaziergang machen könnte…

Ach verdammt. Jetzt mal ganz ehrlich. Mir fehlt körperliche Nähe und ja – in erster Linie Sex. Ich habe aber momentan überhaupt keine Lust und auch gar nicht die Zeit, abends noch durch irgendwelche blöden Clubs zu tingeln und wähle deshalb einen – zugegeben – absolut pragmatischen Weg (unter anderem weil ich nicht weiß, was daran falsch sein soll).

Klartext: Wenn du weiblich bist, sagen würdest, dass du gern Sex hast und genauso wie ich der Meinung bist, dass es eigentlich auch mal ganz spannend sein kann, bei diesem Thema einfach mal sehr direkt zu sein und man sich für ein aktives Liebesleben nicht zu schämen braucht, würde ich dich gern kennenlernen. Bei einem Tee. Um zu sehen, ob man sich mindestens sympathisch ist. Und der Rest wird sich zeigen, gleichberechtigt und entspannt. Mit Respekt und Feingefühl. Und wenn dann einer von uns feststellt, dass wir das vielleicht doch besser lassen sollten: so what?!?!

Ich freue mich auf deine Mail an: wo-ist-das-problem@web.de und wünsche dir noch einen wunderbaren Tag.”

Mit diesem Aushang sucht ein Jenaer Student laut SPON Sexpartnerinnen. Die Lesbomatin sagt dazu: Herzlich Willkommen in der kapitalistischen Version der Liebe. Hier gilt Leistung gegen Leistung im Rahmen einer sexuellen Dienstleistung. Doch wo führt das hin? Was wird passieren, wenn Frauen nicht mehr an den ganzen Liebesschmu glauben und sich Sextauschpartner suchen? Werden sie sich dann noch von genetisch Minderwertigen schwängern lassen? Oder nicht doch eher für den Zweck der Fortpflanzung den Sperminator suchen? Den Kerl mit Hirn & Body? Und was passiert dann mit Torben? Stirbt aus? Na ja, sooo schade ist das ja nun wieder auch nicht. Ist der FDP ja auch schon passiert….

Soundcheck

Linkes Festival. Frauenband auf der Bühne. Toncheck.

Tonmann kümmert sich 4 Minuten um den Soundcheck und fängt dann an, mit umstehenden Kumpels zu quatschen und Bier zu trinken.
Musikerin: Wir hätten gerne noch ein zweites Mikro am Schlagzeug.
Mann am Ton: Die Damen hätten gerne noch ein zweites Mikro.
Musikerin: Können wir die akustische Gitarre auf dem 1. Monitor ohne die elektrische Gitarre hören?
Mann am Ton: Die Damen hätten gerne die elektrische Gitarre nicht auf dem Monitor.
Musikerin: Hm, wenn ich Schlagzeug spiele hör die Gitarre nicht, könntest du insgesamt die Monitore lauter drehen?
Mann am Ton, dreht sich um, ein anderer Mann betritt den Raum: Du, die Mädels weinen, weil sie die Akustikgitarre nicht hören.
Musikerin laut hörbar durch das Mikro: Wir sind weder die Damen, noch die Mädels und wir weinen auch nicht!
Tonmann beugt sich sehr tief über sein Mischpult, macht schnell alles gewünschte und verschwindet dann auf Nimmerwiedersehen.

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