Lesbomat's Blog

Die lesbischste Sicht auf die Welt

Feministische Bloggerin bekommt Morddrohungen

Wie ich selbst schon 2012 in diesem Blog und mit dem Beitrag “Lesbischer zocken” kritisierte, herrschen in der Spielewelt vornehmlich vorsintflutliche Geschlechterrollen-Klischees.
Die Bloggerin Anita Sarkeesian hat sich in ihrem Video-Blog ebenfalls sehr dezidiert zu den Frauen-Phantasien der Computerspiele-Programmierer und Grafiker geäußert. Frauenfiguren in Computerspielen sind in den allermeisten Fällen halbnackte, dickbusige und passive Charaktere, die gerettet werden müssen oder sogar vergewaltigt werden können.
Im Internet haben es Sexisten besonders einfach, unerkannt Drohungen auszusprechen und kritische Meinungen von Frauen zu torpedieren. Sarkeesian erhielt Mord- bis hin zu Vergewaltigungsdrohungen und musste laut Spiegel Online zwischenzeitlich ihr Haus aus Sicherheitsgründen verlassen.
Dass dieses Thema eine derartige Welle von Hass auslösen kann, erstaunt mich das wirklich? Eigentlich nicht. So kann man auch bei anderen Themen, die sich mit der Gleichstellung von Frauen beschäftigen erleben, dass sich Männer irrational verhalten. Die PC-Spiele Fraktion ist ja verallgemeinert betrachtet und schon rein altersgemäß nicht die erfolgreichste beim weiblichen Geschlecht und so muss man wohl konstatieren, dass gerade frustrierte junge Männer großen Wert darauf legen, ihr angeschlagenes Ego durch solche Rollenbilder ein wenig aufwerten zu können, selbst wenn Fiktion und Wirklichkeit in keinem Zusammenhang miteinander stehen.
Da wünscht man sich ein paar weibliche Hackerinnen her, die die Verfasser solcher Drohungen demaskieren und ihnen einen Besuch abstatten. Das persönliche Gespräch hat ja immer noch die meiste Überzeugungskraft.

Worum es in Lesbenfilmen geht

Eigentlich hätte ich schon längst den Film “Blau ist eine warme Farbe” gesehen haben müssen. Gestern stand ich in der Videothek und hatte das Kärtchen schon in der Hand, aber ich zögerte und zögerte und zögerte….
Schuld daran sind LESBENFILME und solche, die sich dafür in der Vergangenheit ausgegeben haben. Darin kommen vor: ein hässliches lesbisches Entlein, verständnislose Eltern, eine unerreichbare Hete, eine Sexaffäre, die sich am Schluss für Männer entscheidet und die einzig attraktive Frau des Film ist, ein Selbstmordversuch, Essstörungen, langweiliger Vanillasex und viele Tränen, sehr, sehr viele Tränen.

Ich hab mir dann Nachtzug aus Lissabon ausgeliehen.

Kleine Reflexion über das Leben

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Wenn man ohne Kinder lebt, laufen einem ständig Katzen oder Hunde zu, irgendwie will das Leben anscheinend, dass man Verantwortung übernimmt. Allerdings passen weder Kinder, Katzen noch Hunde zu unserem unruhigen Lebensstil, zu den Wochenenden, an denen wir nie zu Hause sind und zu dem Leben als Freiberuflerin und der Unsicherheit. Wir haben uns gegen ein Leben mit Kindern entschieden und wir sind sehr glücklich mit unserem Leben an sich. Eigentlich hat sich auch nichts davon bewahrheitet, was meine Mutter immer gesagt hat: Als Lesbe wirst du später sehr einsam sein, hat sie freundlicherweise angemerkt. Bisher merke ich davon nichts. Könnte sein, dass sich das im Alter ändert. Aber auch Menschen mit Kindern haben manchmal ein einsames Alter. Und manchmal wäre es besser, allein zu sein, als mit SO einer Familie gestraft. Unser Leben findet in einem engen Kreis von Freunden und Freundinnen statt, die sich unterstützen. Gerade planen wir eine Art Landkommune, zu der auch Kinder gehören. (Die von den Heteros.) Wir verstehen uns mit den Kindern gut und mit den Eltern. Gerade planen zwei befreundete Lesbenpaare die Sache mit dem Nachwuchs. Wir sind gespannt, wie das so wird.

Ich werd wahnsinnig

Neuerdings muss man sich als Konsumentin ständig entscheiden. Neulich war ich das erste und letzte Mal bei Subways, da musste ich entscheiden, ob ich Schinken, Bacon, Chicken, Beef, Turkey oder Veggie Pattie will, mit oder ohne Tomate, mit oder ohne Gurke, mit oder ohne Zwiebel mit oder ohne Salat und auf Vollkorn, Sesam oder Italian in 30 oder 15 cm mit Cheddar, ohne Käse oder mit Schmelz oder Frischkäse getoastet oder ungetoastet oder vielleicht mit doppelt Fleisch.

Mein Gott, ich bin ein MÄDCHEN und ich HABE HUNGER. GIB MIR IRGENDWAS!!

Robin Williams R.I.P. , aber…

Der angeblich ach so lustige Film Mrs. Doubtfire war wirklich ein Glanzstück an patriarchalem Backlash.
Falls sich noch jemand erinnert: Der Stimmenimitator und Schauspieler Daniel Hillard wird von seiner Frau Miranda rausgeworfen, als er zum wiederholten Mal den Job schmeißt und bei einer Geburtstagsfete für Sohn Christopher das Haus in ein wüstes Schlachtfeld verwandelt.

Es kommt zum gerichtlichen Streit um das Sorgerecht, das letztendlich Miranda zugesprochen wird.

Da er den Gedanken, seine drei Kinder nur einmal die Woche unter Aufsicht sehen zu dürfen, nicht ertragen kann, lässt er sich von seinem Bruder, einem gelernten Maskenbildner, die perfekte Maskerade einer sechzigjährigen Dame (eben Mrs. Doubtfire) verpassen und bewirbt sich, gekoppelt mit seiner Begabung als Stimmenimitator, auf eine Stelle als Kindermädchen bei seiner Exfrau.

Diese fällt auf die Maskerade herein, und so nimmt das Unheil seinen Lauf: Daniel arbeitet mehrere Monate bei ihr verkleidet als Haushälterin und Kindermädchen. Eines Tages wird er von seinen Kindern beobachtet, wie er stehend uriniert. Sie versprechen ihm jedoch, das Geheimnis für sich zu behalten, denn auch sie wollen ihren Vater sehen. An einem Abend fliegt der Schwindel auf, als Daniel bei einem Restaurantbesuch die Maske verrutscht.

Miranda reagiert entsetzt und bekommt nunmehr endgültig das Sorgerecht zugesprochen.

Erst als Daniel durch Zufall mit der Figur „Mrs Doubtfire“ seine eigene Fernsehshow bekommt und seine Pflichten als Hausmann erledigen kann, entschließt sich Miranda, ihm trotz des Streits der Kinder zuliebe anzubieten, das Sorgerecht gemeinsam auszuüben.(Quelle: Wikipedia)

In Mrs. Doubtfire wird also eine Ehefrau als zu blöd dargestellt, zu erkennen, dass ihr Mann sich verkleidet in ihr Haus schleicht. Der Mann stalked also seine Exfrau, macht seine Kinder zu Komplizen und verhindert letztendlich, die Konsequenzen für sein Versagen als Vater tragen zu müssen. Zudem reagiert er eifersüchtig, als seine Exfrau einen neuen Partner kennenlernt. Die Zuschauer werden durch den Film animiert, komplett die Sichtweise des Mannes zu übernehmen. Mir persönlich ist bei diesem Film das Lachen vergangen.

Mrs. Doubtfire reiht sich für mich in die Reihe der US-Produktionen ein, die während der 1980er und 90er Jahre die zunehmende gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau durch einen reaktionären Tenor zu torpedieren suchten. Und in der nächsten Folge der frauenfeindlichsten und absurdesten US-Filmproduktionen: Enthüllung, mit Michael Douglas und Demi Moore.

Gleicher Lohn für jede Arbeit – Probleme

Hi zusammen,
ich würde gerne einmal die Schwierigkeiten des Themas ins Auge fassen. Eine, die mir ad hoc eingefallen ist, ist folgende: Werden sich noch Menschen finden, die Unternehmen gründen, wenn es für jede Arbeit gleichen Lohn geben wird, oder besteht dann die Gefahr, dass es nur noch Staatsbetriebe geben wird? Muss es Ausnahmen geben und welche? Unternehmer könnten eventuell den Antrieb verlieren, wenn man ihnen den Porsche wegnimmt, oder?
Bei Ärzten sehe ich das Problem nicht, denn dieser Beruf ist eine Berufung und wer Menschen heilt, bekommt auch viel zurück.

Eure Lesbomatin

Löhne, die auf einen Bierdeckel passen

Mir fehlen gerade in einem hohen Ausmaß die visionären politischen Ideen.
Also fang ich mal an. Die Lohnunterschiede werden immer größer in Deutschland. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Gleichzeitig sinkt die Zahl der vorhandenen Arbeitsstunden. Warum ist die Arbeit eines Managers mehr wert als die einer Putzfrau? Warum bekommen Leute, die kreative Berufe erledigen dürfen auch noch mehr Geld dafür als ein Arbeiter am Fließband? Oder umgekehrt: Warum bekommt eine Arbeiterin bei VW mehr Geld als eine Schriftstellerin?

Meine Vision für die Zukunft. Gleicher Lohn für jede Arbeit.

Wer 10 Stunden in der Woche arbeiten möchte bekommt 1000,00 Euro im Monat.
Wer 20 Stunden in der Woche arbeiten möchte bekommt 2000,00 Euro im Monat.
Wer 30 Stunden in der Woche arbeiten möchte bekommt 3000,00 Euro im Monat.
Wer 40 Stunden in der Woche arbeiten möchte bekommt 4000,00 Euro im Monat
Wer die ganze Woche ohne zu schlafen durcharbeiten möchte bekommt 16.800 Euro im Monat.

Denn: Das einzige wirklich Endliche im Leben ist Zeit.

Lachen mit Sybille Berg

Gerade denkt man, in deutschen Zeitschriften wäre gar nichts Erquickliches mehr zu finden, kommt Sybille Berg mit einem hochamüsanten Beitrag um die Ecke, der natürlich sofort eine vorhersehbare Menge an männlichem Entsetzen in Kommentarform provoziert. Danke, danke, liebe Sybille Berg, ich hab sehr gelacht.

Kolumne: Frauen und Sex: Wir frustrierten Kühe

Das kleine Glück

Wir haben Namen

Männer haben es schwer. Als gestandene Frau möchte man weder als “Mädel” noch als “Dame” angesprochen werden, auch “Schlampe” und “Fotze” kommen bei Frauen nicht gut an.
Der ironische Zug, der das Wort Dame umspielt, wenn es nicht in Knigge-kompatiblen Kreisen ausgesprochen wird, macht die Anrede für viele Frauen unangenehm.
Allerdings spreche ich auch Männer nur selten mit “Kerl”, “Herr”, “Junge”, “Stecher” oder “Wichser” an.
Um diese Not zu lösen gibt es einen einfachen Trick. Sich vorstellen und Namen merken. Jede/r freut sich, wenn man mit seinem richtigen echten Vornamen angesprochen wird. Tolle Sache. So muss man keine 50jährigen Frauen mehr Mädels nennen und keine 15jährigen Jungen mehr Herr.

Wär doch mal was.

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