Väter, die töten

Im Wochentakt erscheinen in den Zeitungen Meldungen über Väter, die ihre Frau, Exfrau und/oder ihre Kinder töten. So wie heute  in Hattingen, wo  ein Familienvater mit einem Messer auf seine Ehefrau und die drei Kinder losgegangen ist.Sonderbarerweise aber scheint sich niemand sonderlich darüber aufzuregen. Familiendrama heißt es dann. Meist geht der Tat der Trennungsversuch der Frau voraus. Wo bleiben eigentlich die Ratgeber für Frauen, die sich trennen möchten? Wo bleiben Präventionsmaßnahmen? Wo bleibt die Analyse der Täter? Welche Männertypen sind gefährdet? Wo gibt es Beratungsstellen für Männer in Trennung? Warum wird das Problem nicht auf einer wissenschaftlichen Ebene diskutiert? Was sagt die Politik dazu? Nichts? Ach so.

 

29 Gedanken zu “Väter, die töten

  1. > Wo bleiben eigentlich die Ratgeber für Frauen, die sich trennen möchten?
    Gibt es sowieso schon Gewalt in der Beziehung, dann wird wohl auf Frauenhäuser verwiesen.

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/frauenmorde-sind-haeufig-beziehungstaten-toedliche-zweisamkeit-1.1365223
    “2011 fielen hierzulande 313 Frauen Mord und Totschlag zum Opfer. Bei 154 von ihnen, also fast jeder zweiten getöteten Frau, hatte die Polizei Ehemann, Freund oder Ex-Partner in dringendem Tatverdacht.”
    Ich weiß ja nicht, welche gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf diesemThema liegen soll, aber ist dieses Phänomen so groß, dass man sich mehr damit beschäftigen sollte? Man wird von der gesamten Gellschaft dafür verachtet verurteilt, was soll man sonst machen?
    Wie soll man vor Gefährdern warnen, ohne nicht die große unschuldige Mehrheit in Generalverdacht zu stellen?
    Werden keine wissenschaftlichen Arbeiten über Beziehungstaten oder Ehrenmorde veröffentlicht?
    Was soll die Politik sagen außer “Wir verurteilen das scharf und forden eine schnelle Verurtteilung” ?

  2. Also 154 Frauenmorde im Jahr, die eventuell verhindert werden könnten empfinde ich schon als zuviel. Schließlich finden diese Taten im familiären Umfeld statt. Aufklärung über Trennung von gewalttätigen Partnern und Unterstützung bei der Trennung wäre sicher kein Fehler. Als damals die Frauenhäuser gegründet wurden, wollte die auch keiner haben, heute sind sie fester Bestandteil der Frauenarbeit. Viele von ihnen sind heute überfüllt und können nicht genug Frauen in Gewaltbeziehungen aufnehmen. Das wäre ja schon mal ein einfacher Ansatz, die Situation zu verbessern.

  3. Komisch meine Wahrnehmnug sagt eher das jede 5 Minuten Frauen ihre Kinder töten

    Wie neulich der Fall als eine Mutter ihre beiden Kinder getötet hat und Selbstmord machen wollte in dem sie mit dem Auto vor ne Brücke gefahren ist.

    Auch hier : Welche Frauen sind gefährdet, wo gibts es Beratungstellen für Frauen?

    Und nun? Was schlussfolgerst du aus der Tatsache, das sowohl Männer, aber öfters!!! Frauen ihre Kinder umbrigen?

    Frauen müssen lernen, dass Kinder nicht ihr Eigentum sind???

  4. ähm ja die beiträge von tino sind ja ein sehr schönes, klassisches beispiel von derailing. in dem artikel geht es um ehrenmorde von doch in der mehrzahl deutschen weißen männern und tino sagt, frauen bringen aber auch menschen um. ach nee.

    • @ kinky

      ” , frauen bringen aber auch menschen um…”

      Nein, eben nicht “Menschen”, sondern ihre Kinder Familendrama.
      Darum geht es doch.

      Da führen Frauen laut Statistik was Kindsmord angeht, wenn man Abrtreibung dazuzählt seid ihr Massenmörderinnen an Kindern.

      Auf die paar Einzelfälle mit Männern zu verweisen DAS ist derailing wenn man gleichzeitig nur eine Gruppe etwas vorwirft was bei der anderen Gruppe häufiger vorkommt.

      Und Kindsmord ist leider Frauensache. Leider. Leugnen hilft euch da nichts mehr weil es nunmal Fakten sind das Frauen ihre Kinder als ihr Eigentum ansehen

      Fragen wir uns eher wie wir mit solchen Menschen beiderlei Geschlechts umgehen???

      Oder versagt da die selbtkritik?

  5. Wenn eine Frau ihren Mann und/oder ihr Kind tötet, dann in einem Moment der Verzweiflung in der eine Beziehung ausweglos erscheint (freilich ohne das in irgendeiner Weise rechtfertigen oder verharmlosen zu wollen). Eine Frau tötet ihren Mann um sich zu befreien. Ein Mann dagegen tötet Frau und Kind, wenn er andernfalls verlassen würde. Männer töten ihre Frauen, damit sie sich nicht von ihm befreien.


    Mark Benecke, Aus der Dunkelkammer des Bösen, S. 294ff.
    “Es gibt zwei typische Gründe, aus denen Männer eine Frau, mit der sie einen Beziehung haben oder hatten, töten: Die Frau hat den Täter verlassen und eine sexuelle oder Liebesbeziehung mit einem anderen Mann angefangen. Oder der Täter glaubt – ob nur eingebildet oder berechtigt – von seiner Partnerin betrogen zu werden. (…) Oft steckt tatsächlich der Gedanke dahinter: “Wenn ich sie nicht mehr haben kann, dann muss ich wenigstens verhindern, dass ein anderer mit ihr glücklich wird…” (…)
    Nebenbei bemerkt begründen Frauen Morde an ihrem männlichen Liebes- und Lebenspartner meist ganz anders. Sie töten ihren Gatten fast immer dann, wenn sie ihn “loswerden wollen” – also gerade nicht, weil er von dannen zieht, sondern, weil sie ihn verlassen will. Der Grund: Viele Frauen haben Angst davor, dass ein sowieso gewalttätiger Partner ihnen oder ihren Angehörigen etwas antut, wenn sie ihn verlassen. Sie töten ihn also vorbeugend, weil sie keinen anderen Ausweg aus der Beziehung sehen.

    Das erklärt auch, weshalb solche Morde an der Familie und erweiterter Suizid durch Männer oft von Tätern ausgeführt werden, die vorher relativ unauffällig waren (“Ich hätte ihm das nie zugetraut”), oft besonders still, unsicher und labil und plötzlich austicken, wenn sie ihre Familie zu verlieren drohen. Gewalttaten an Männern und erweiterter Suizid durch Täterinnen dagegen geschehen meistens in Beziehungen mit und an gewalttätigen, herrschsüchtigen Männern. Völlig unterschiedliche Motive, Opfertypen und Tätertypen also.

  6. tino, nein, schau mal in die überschrift: “väter die töten”. darum geht es.
    aber, mit antifeministen, für die abtreibung mord ist, zu diskutieren hat eh keinen sinn. da hab ich gerade echt besseres zu tun.

  7. Mir geht es darum, dass das Thema Männergewalt in unserer Gesellschaft zwar bejammert, aber recht wenig analysiert wird. Es wird im Gegenteil häufig heroisiert in Filmen und Romanen. Frauengewalt ist dagegen immer eine Randerscheinung und psychotisch. Wenn ein Mann gewalttätig ist, muss er noch lange nicht verrückt sein. Es herrscht ein kulturell bedingtes Klima der Akzeptanz gegenüber Männergewalt, das ist meine Behauptung.
    Zu Tino: In der Überschrift steht: Väter, die töten. Deshalb steht da über Mütter nichts drin. Wenn ich die Gewalttätigkeit von Vätern thematisiere, behaupte ich noch lange nicht, dass Mütter Heilige sind. Diese unlogische Verknüpfung von dir ist sehr reflexhaft.

    • Nein nur logisch. Der wer das eine anprangert, und zu dem anderen schweigt, macht sich nicht gerade glaubwürdig und will letztlich nur das Männer schlecht darstehen. Welchen Sinn soll es sonst haben selektiv nach Geschlecht vorzugehen? Vor allem wenn man dann noch dem Geschlecht angehört bei dem es “vergessen” wird.

      Erinnert an Nazis die nur Ausländergewalt thematisieren. Das gleiche Muster.

      @ Rübezahl

      Lächerlich. Vielleicht töten Männer um sich zu befreien und Frauen töten weil sie nicht ertragen können verlassen zu werden, wie beim Amoklauf in Lörrach.

      ” Völlig unterschiedliche Motive, Opfertypen und Tätertypen also”

      Ja ne ist klar. Wenn Frauen sowas tun, dann ist es gerechtfertig. Wenn Männer es tun machen sie es aus blosser Bosheit. Wiel sie Mänenr sind. Weil sie ein Tätergen haben? Weil sie Untermenschen sind.

      So denkt ihr doch…

  8. @ kinky

    Nicht nur “Antifeministen”…in Irland z.B. gilt Abtreibung immer noch als Mord und wird mit lebenslanger Haft bestraft. Das haben die Irländer sich sogar von der EU abgetrotzt als Sonderrecht.

    War doch neulich ein Fall wo eine Frau gestorben ist weil sich der Arzt geweigert hat eine Abtreibung vorzunehmen.

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen Abtreibung. In dem Fall in Irland hat es einer Frau das Leben gekostet.

    Aber es gibt Länder, die streng katholisch sind wie Irland und auch Polen, wo Abtreibung illegal ist und das muss man repektieren, auch weil es sich um demokratien handelt.

    Die Frauen dort in der Mehrheit sind eben auch gegen Abtreibungen, und das muss man respektieren.

  9. Zitat Tino: “Nein nur logisch. Der wer das eine anprangert, und zu dem anderen schweigt, macht sich nicht gerade glaubwürdig und will letztlich nur das Männer schlecht darstehen. Welchen Sinn soll es sonst haben selektiv nach Geschlecht vorzugehen? Vor allem wenn man dann noch dem Geschlecht angehört bei dem es “vergessen” wird.

    Erinnert an Nazis die nur Ausländergewalt thematisieren. Das gleiche Muster.”

    Hallo Tino,

    Studie statistisches Bundesamt: 1999 war nur jeder sechste Tatverdächtige eine Frau, davon entfallen rund 30% auf leichte Verbrechen, v.a. Ladendiebstahl.

    Es gibt in Deutschland keine Männerhäuser, weil Männer in der Regel nicht von ihren Frauen geschlagen werden und flüchten müssen.

    Meistens sind Männer ihren Frauen körperlich überlegen. Es gibt nur sehr wenige heterosexuelle Paare, bei denen das anders ist.

    Ich bin keine Männerhasserin, obwohl ich die Frauen verstehen kann, denen Hass und Wut hochsteigt wegen ihrer Erfahrungen.

    Ich finde es schwierig, wenn man vor den Fakten die Augen verschließt, denn nur wenn man ein Problem beschreibt, kann man es auch ändern.

    Da ich einige Zeit in einem Frauenhaus gearbeitet habe, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das Thema häusliche Gewalt von Männern gegen Frauen und Kinder ein riesiges Problem in Deutschland ist und keineswegs nur in Familien der unteren Einkommen oder mit Migrationshintergrund. Bitte schimpfe hier nicht wild rum, weil dir ein Artikel nicht passt, sondern informier dich ein bisschen besser, bevor du hier jemandem Naziargumente unterstellst.

    • @ lesbomat

      Das mehr Maenner mehr Gewalt gegen Frauen auaueben als umgekehrt bestreite ich nicht.

      Auch nicht das weitaus mehr Maenner krimminell sind. Nur woran liegt das?

      Wenn man feststellt das etwa in den USA mehr schwarze als weisse im Gefaengnis sitzen erkennt man doch auch an das schwarze eher in prekaeren Situationen leben.

      Man daemonisiert sie aber nicht als Gruppe.

      Fakt ist leider aber auch das Gewalt gegen Kinder aber eine Frauendomaene ist. Ebenso wie Kindsmord.

      Deswegen ist deine Frauen und Kinder Polemik auch unredlich.

      Es gibt uebrigens Maennerhauser und nicht jeder Mann schlaegt zurueck auch wenn er es koennte….

  10. @tino: Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich einen Mann zitiert habe? Übrigens einen sehr angesehenen Forensiker, der durchaus weiß, wovon er spricht. Und darauf hingewiesen habe, dass solche Taten auch durch Frauen selbstverständlich nicht gerechtfertig sind?

    Interessant übrigens, dass du “ihr” schreibst, mich also offenbar für eine Frau hältst. Hast du dafür einen anderen Anhaltspunkt als die Tatsache, dass ich Frauen nicht unterstelle, Männer für Untermenschen zu halten und dass sie alle (alle? oder so als per se abtreibende Gruppe? Oder wie?) Massenmörderinnen seien? :-D

  11. Was tino,der troll,nicht erwähnt ist,daß Frauen,die ihre Kinder töten,in den meisten Fällen entweder vom Kindvater verlassen worden sind und mit der Situation alleingelassen & überfordert,oder,noch häufiger in einer Beziehung sind,in der der Partner kein (weiteres) Kind wünscht,der Frau gar ein schwanger-werden zum Vorwurf macht (weil er ja gaaanz unbeteiligt ist…)
    Und Feminismus mit Neo-Nazismus auf eine Stufe zu stellen,ist wohl an Armseligkeit kaum zu überbieten.

    • Waqs ist denn das mitlerweile fuer eine Netzkultur jeden alsa Troll zu bezeichnen der eine andere meinung hat!

      Wenn du meinst das es Gruende gibt KINDER zu toeten so gilt das aber nicht nur fuer Frauen.

      Was fuer eine Denke? Hier wird Mord an Kindern gerechtfertig….

  12. Die meisten Opfer von Männer Gewalt sind Männer. Es gibt genügend Untersuchungen über ‘Männer Gewalt’ besonders auch von feministischer Seite.
    Ich nehme an das weiß die Autorin und sollte dem nicht so sein, hat sie einfach schlecht recherchiert.

    Aber darum geht es ihr ja gar nicht.
    Männer Gewalt ist bloß der Hebel um die feministische Ideologie an die Frau zu bringen. Was interessiert die Autorin schon die echten Opfer wenn sie nicht mal willens oder in der Lage ist das Thema wenigstens ansatzweise zu recherchieren.
    Platter Populismus und das emotionale aufladen von Begeiffen ist Demagogie und wird hoffentlich kein Erfolg haben.

  13. @lesbomat

    Ein Zitat von oeben verlinkter Autorin:

    ” Frauen als Kinder Missbrauchende und Gewalt Ausübende als mögliche Gefahrenquelle bewusst auszuklammern, bedeutet, Täterinnen durch Schweigen zu schützen und Kindesmissbrauch zu ermöglichen. Kein Frauenschutz kann so viel wert sein.”

    Dieses Zitat passt doch perfekt.

    Also frage ich nochmal: Wieso klammerst du Frauen als Gewaltausübende aus?

    Ist es deine Absicht Täterinnen zu schützen und Kindesmissbrauch zu ermöglichen?

    Wenn nicht wieso tust du das denn?

  14. Hört mal Jungs, ich klammere Männergewalt nicht aus, es ging gerade um das Thema: Väter, die töten. Dieses reflexhafte Gezeter am Thema vorbei ist einfach anstrengend. Das Thema Männergewalt wird sehr wenig öffentlich kritisch diskutiert. Oder gibt es jetzt schon Erziehungsratgeber zur Anti-Gewalt Erziehung von Männern bei Hugendubel? Wär mir jedenfalls neu. In unserer Gesellschaft wird Männergewalt nicht als Phänomen einer Gesellschaft, sondern als Problem eines Einzelnen wahrgenommen. Im Fall der Fälle reißen alle die Münder auf und sagen: Wie konnte das passieren? Es gibt durchaus Gesellschaften, in denen es dieses Phänomen nicht gibt. Es würde sich lohnen, sich die Unterschiede genauer anzuschauen. Falls jemand Studien und/oder Bücher zum Thema kennt, freue ich mich auch über eine Empfehlung oder einen Link.

    • @ lesbomat

      Na dann wirst du als nächstes Thema ja Mütter die Töten in den Blog aufnehmen…oder doch nicht? Da bin ich mal gespannt (rhetorisch)

      Tabuisiert (oder gar nicht erst erwähnt) wird doch eher weibliche Gewalt.

      In welchen Gesellschaften gibt es denn keine Gewalt? Utopia?

      Und wenn es denn solche Gesellschaften gäbe wieso ziehen nicht alle Menschen die Gewalt satt haben dorthin oder gründen solche Gesellschaften

      Ich denke mal als Lesbe wirst du Matriarche z.B. in China meinen?

      Korrigiere mich wenn ich falsch liege.

  15. Na keine Antwort?

    Will dich aber auch nicht weiter nerven ;)

    Nichts für ungut, immerhin hebt sich deine Kommentarpolitik positiv von anderen netzfeministischen Blogs ab weil du auch kritische Kommentare freischaltest wie man sieht. Hut ab ist heute eher die Ausnahme bei besagten Leuten und zeugt von Souveränität….

    MFG und weg…

    • Hallo Tino,
      teilweise hast du recht mit deiner Kritik, natürlich ist es die Aufgabe eines feministischen Blogs, auf die Männer draufzukloppen, die ich auch gerne wahrnehme. Auf der anderen Seite halte ich Frauen keinesfalls per se für die besseren Menschen. Sehr gerne würde ich das Thema Feminismus auch ganz fallen lassen und zu einer integrativeren Form finden, etwa dem Mafemismus oder dem Femamismus. Daran wird auf jeden Fall gearbeitet, wenn die Zeit reif ist. Ich finde eigentlich jeden Kommentar wertvoll, auch und gerade, wenn die Meinungen stark auseinandergehen.

  16. @lesbomat
    “natürlich ist es die Aufgabe eines feministischen Blogs, auf die Männer draufzukloppen”

    Meinst du das ironisch?

    “Mafemismus”, “Femamismus”

    Kenn ich nicht, Google auch nicht.

    “Daran wird auf jeden Fall gearbeitet, wenn die Zeit reif ist.”

    Meines Erachtens ist die Zeit überreif. Und tino hat recht, die Diskussionsverweigerung gerade der Femiblogs ist da wirklich ein Problem. Welche Möglichkeiten würden sich deiner Meinung nach bieten, mit der Gegenseite ins Gespräch zu kommen?

    Ich bin selbst kein Maskulist, aber ich kann die feministischen Interpretationen, Theorien und Forderungen, denen ich im Netz so begegne, selten nachvollziehen. Ich würde mir eine bessere Diskussionskultur sehr wünschen.

    “Sonderbarerweise aber scheint sich niemand sonderlich darüber aufzuregen. Familiendrama heißt es dann.”

    Tägliches Geschäft der Bildzeitung. Aber dir schwebt wohl was anderes vor. Nur was? Gesellschaftliche und politische Maßnahmen gegen überhandnehmende Frauenmorde? Mehr Aktionismus?

    “Wo bleiben eigentlich die Ratgeber für Frauen, die sich trennen möchten?”

    Ist es dein Ansinnen, Panik zu verbreiten?

    Wo bleiben Präventionsmaßnahmen? Wo bleibt die Analyse der Täter?

    Vermutlich in psychologischen Gutachten. Eine Metaanalyse wäre sicher interessant, ebenso bei Kindsmörderinnen. Aber sicher kein leichtes Thema und vor allem kein Thema für Populärliteratur oder Feuilleton-Glossen.

    “Welche Männertypen sind gefährdet?”

    Kannst ja mal eine Typologie vorschlagen, damit es konkret wird. Möglichst so konkret, dass eine durchschnittlich vorgebildete Frau zuverlässig voraussagen kann, ob ihr Mann bei einer Trennung zur Gewalt gegen sie (oder gar zum Mord) neigen würde.

    “Was sagt die Politik dazu?”

    Auch du sagst nichts wirklich Substantielles.

    “Also 154 Frauenmorde im Jahr, die eventuell verhindert werden könnten empfinde ich schon als zuviel.”

    Jeder Mord ist zuviel. Aber rechtfertigen 154 jährliche Morde eine eigene Ratgebersparte oder spezielle Institutionen? Muss man deshalb die Gesellschaft ändern?

    “Mir geht es darum, dass das Thema Männergewalt in unserer Gesellschaft zwar bejammert, aber recht wenig analysiert wird.”

    Wissenschaftliche biologische Analysen werden im Feminismus systematisch ausgeblendet. Wie stehst du dazu?

    “Es wird im Gegenteil häufig heroisiert in Filmen und Romanen”

    Gewalt gegen Frauen und gegen die eigene Familie wird definitiv nicht heroisiert. Das Gegenteil ist der Fall. Mit dieser Art von Gewalt wird eher das Böse, das Verabscheuungswürdige attribuiert. Heroisiert wird eine ganz andere Gewalt: gegen gesichtslose andere, böse Männer, oft in untergründig organisiert mit steilen Hierarchien (dunkle Mächte). Heroisiert der Beschützer von Frau und Familie. Die meisten Filme verrmitteln ein sehr spießiges Gesellschaftbild. Bei Romanen kenne ich mich nicht gut aus.

    Nenn mal Beispiele für die Art von Heroisierung, die du meinst.

    “Frauengewalt ist dagegen immer eine Randerscheinung und psychotisch. Wenn ein Mann gewalttätig ist, muss er noch lange nicht verrückt sein.”

    Auch hier wären konkrete Beispiele hilfreich. Meinst du eigentlich “psychotisch” im medizinischen Sinne? Du hast dich völlig vom Thema verabschiedet. Selbstverständlich nimmt man bei Männern, die ihre Frau tötten, eine psychische Störung an.

    “Es herrscht ein kulturell bedingtes Klima der Akzeptanz gegenüber Männergewalt, das ist meine Behauptung.
    Zu Tino: In der Überschrift steht: Väter, die töten.”

    Interessant wie du selbst derailst. Einerseits akzeptierst du nur Kommentare zum Thema Väter, die töten, andererseits machst du ein Riesenfass auf mit “Klima der Akzeptanz gegenüber Männergewalt” mit Verweis auf Filme und Romane, in denen die tötenden Väter ja wohl eher die Ausnahme (und keinesfalls “akzeptiert”) sind.

    • Tippfehler:

      “Wo bleiben Präventionsmaßnahmen? Wo bleibt die Analyse der Täter?”

      Anführungszeichen vergessen.

      “Heroisiert der Beschützer von Frau und Familie.”
      Richtig: “Heroisiert wird der Beschützer von Frau und Familie.”

      • Vielleicht hab ich das etwas verkürzt dargestellt. Meine These ist, dass Gewalt bei Männern insgesamt akzeptierter ist. Als Mann darf man auch mal gewalttätig werden, wenn man nur “genug” gereizt wird. Für manche Männer könnte dies zu Fehlinterpretationen führen, da sie narzisstische Kränkungen, wie bsw. bei einer Trennung als einen Reiz empfinden, der gewalttätige Gegenmaßnahmen rechtfertigt. Beispiele von Männern, die sich gegen vermutete oder tatsächliche Kränkungen mit Waffengewalt wehren, gibt es im kulturellen Kanon zuhauf.

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