Laut einer amerikanischen Studie halten 50% der Männer an der Beziehung fest, wenn die Frau mit einer Frau fremdgeht. Nur 22%, wenn sie es mit einem Mann tut. (Quelle: www.dnews.de)
Männer würden eher Konsequenzen aus einer Affäre ziehen, wenn sie ihre Vaterschaft bedroht sähen, so heißt es in der Studie, bei einer Frau als Konkurrentin träumten sie vom Sex zu Dritt.
Träumt weiter Jungs, kann ich da nur sagen. Meiner Erfahrung nach sind Männer sehr schnell anderer Meinung, wenn sie wirklich mit dem Problem konfrontiert sind und ihre Youporn-Phantasien sich dem Realitätstest unterziehen müssen. Meist wollen Frauen, die mit einer Frau fremd gehen eben nicht ihren Mann oder Freund als Gespielen dabei haben. Und erschreckenderweise gehen sie auch noch häufig mit Lesben fremd, die ebenfalls nicht auf männliche Körper stehen. Aus dem Dreier wird also häufig nichts.
Solche Studien, die ja auch meist nur theoretisch erhoben werden und nicht unter Männern nachfragen, denen so etwas schon einmal passiert ist, sind ein kleines patriarchales Überbleibsel jener Zeiten, in denen die weibliche Sexualität nicht ernst genommen wurde. Wenn jedoch der Mann merkt, dass die lesbische Affäre zur echten Konkurrenz wird, dann ist es für viele eine schlimme persönliche Kränkung, denn schließlich wird man nicht nur als Mensch, sondern auch als Mann entwertet. Doch die Welt ist ausgleichend ungerecht: Ebenso geht es Lesben, deren Freundin mit einem Mann fremdgeht und teilweise noch schlimmer, haben sie doch oft das Gefühl, sie würden gegen gesellschaftliche Akzeptanz und höheren Status eingetauscht.
Es wäre wünschenswert, wenn Studien dieser Art sich mehr mit der Realität auseinandersetzen und betroffene Männer befragen würden und nicht nur theoretisch die Frage in den Raum stellen würden: “Was wäre, wenn?”, denn dann wären die Ergebnisse von höherer Relevanz und Glaubwürdigkeit.
Heteromänner haben nichts gegen lesbischen Seitensprung
31 MarWarum ist es schlimmer, wegen eines Mannes verlassen zu werden?
15 NovMir persönlich ist es einmal passiert, dass meine Freundin mir mit einem Mann fremd gegangen ist. Nun ist das Fremdgehen an sich schon keine schöne Erfahrung, jedenfalls für diejenige, die der Beziehung (noch) treu ist. Verschärft wird das Ganze allerdings, wenn die eigene Freundin mit einem Mann ins Bett geht.
Auch wenn Küchenquatsch der Meinung ist, es müsste eigentlich egal sein, ob Mann oder Frau der ursächliche Grund der Untreue ist, kann ich diese Ansicht nicht teilen, denn:
- Wir leben nicht in einer idealen Gesellschaft, in der Lesben völlig gleich behandelt werden.
- Eventuell ist ihr Kinderwunsch der Grund für ihr Fremdgehen.
- Als Lesbe finde ich die Vorstellung von heterosexuellen Aktivitäten ein wenig abstoßend, besonders wenn dieselben von meiner noch Geliebten durchgeführt werden.
- Ich mache mir Sorgen, ob ihr schon während unserer Beziehung etwas gefehlt hat.
- Ich mache mir Sorgen, ob sie mir etwas vorgemacht hat.
- Ich mache mir Sorgen, ob sie die ganze Zeit sich selbst etwas vorgemacht hat.
- Ich ärgere mich, weil sie mit ihrer Unentschiedenheit meine Lebenszeit verbraucht hat.
- Ich ärgere mich, weil der Kerl eventuell dümmer ist als ich, aber gesellschaftsbedingt einen höheren Status hat.
- Ich bin leider keine Philosophin und auch kein Engel, ich schwebe nicht über den Dingen, sondern rangel noch mit ihnen auf Augenhöhe.
Einen ähnlichen Gedankengang dürften übrigens auch Männer haben, die wegen einer Lesbe verlassen werden. Ich habe schon einige davon erlebt und bisher war noch keiner begeistert. Frau und Frau sind für Männer nur eine schöne Vorstellung, wenn es sich um einen flotten Dreier handelt, wenn sie allerdings aus dem Bett geschmissen werden, reagieren sie exakt wie Lesben, die wegen eines Mannes verlassen werden: Sie sind zutiefst gekränkt.