Ein immer wieder interessantes Thema ist das der Trennung auf Zeit bei Paaren, die nicht zusammen wohnen. Eigentlich müsste man sich ja um seinen eigenen Kram kümmern, eventuell würde man auch einfach mal sehr gerne auf der Couch rumliegen und ungestört zappen, die Liebste allerdings findet nur gemeinsame Zeit schön und ist nicht begeistert, wenn man darüber nachdenkt, den Samstag Abend alleine zu verbringen. Kurz: Der Streit ist da und wenn nicht der, dann zumindest ein ungutes Gefühl in der Bauchgegend.
Was sind die Optionen?
1. Man verbringt den Abend um des lieben Frieden willen gemeinsam, vielleicht ist das ja auch ganz schön, aber hat den Eindruck, ein fremdgesteuertes Flugobjekt ohne eigenen Antrieb und Richtung zu sein und in Kürze führerlos zu Boden zu taumeln.
2. Man verbringt den Abend alleine, kann sich aber nicht so recht entspannen, weil man weiß dass die Liebste ein wenig unglücklich ist, eventuell drohen Konsequenzen in Form von Liebesentzug und schlechter Laune.
Die Wahl zwischen Pest und Cholera also.
Bei mir hat das zeitweilige Bedürfnis Zeit alleine zu verbringen jedoch nichts mit mangelnder Zuneigung zu tun sondern lediglich damit, dass ich mich selbst ganz gerne mag. Ich verbringe gerne Zeit mit mir und komme auf gute und lustige Gedanken, schreibe eventuell einen Erfolgsroman oder sitze einfach so am Rechner und surfe rum. Ja, ich habe gerne Gesellschaft und auch Sex finde ich nicht schlecht, aber ab und an muss ich einfach die Akkus aufladen, um wieder bereit zu sein für die Welt. Und das ist überhaupt nicht böse gemeint.
Und hier der Song zum Text: