Lesbomat's Blog

Die lesbischste Sicht auf die Welt

Pilotinnen vor

Die EMMA empfiehlt Fluggesellschaften in Zukunft Frauen als Pilotinnen einzustellen, denn Frauen neigen erwiesenermaßen wesentlich seltener zum erweiterten Suizid als Männer. Ich als Lesbomatin bin ja nicht immer mit der EMMA einer Meinung, aber wenn es so sein sollte, wie immer behauptet wird, nämlich dass die/er geeignetste Berwerber/in zum Zug kommt, dann wundert es einen schon, dass einem nicht die Kerle die Drinks servieren und die Frauen am Steuerknüppel sitzen. Trotzdem EMMA: Der Zeitpunkt für diese Forderung war schon ein wenig unpässlich, da warten wir demnächst aber mal 14 Tage ab, bevor wir solche Ereignisse instrumentalisieren. Gleiches gilt allerdings für die Zeit, die auf ihrer Titelseite den Mythos hat abstürzen lassen. Ebenfalls ziemlich geschmacklos. Deshalb: Herzliches Beileid allen von diesem Unglück betroffenen. Und die unbetroffenen Betroffenen sollten gelegentlich einfach mal die Fresse halten. (Bildquelle: Zeit)

Bildschirmfoto 2015-03-29 um 16.09.08

Partnerinnenanzeige

Das Nordsternchen hat hier gebeichtet, dass sie schon länger Singlelin ist, warum also nicht diese Plattform nutzen, um der Liebe eine Chance zu geben, schließlich ist die Lesbomatin die Inka Bause der Blogwelt.
Also, greift zu, schreibt, postet, tut, macht: Intersexuelle Landlesbe mit starkem Auto Tick und ohne Kinderwunsch, die es mag es wenn man ihr hinterherschaut und sich entsprechend kleidet sucht
eine zukünftige Partnerin: min. 1,80 groß, sie sollte drüberstehen wenn Nordsternchen auffällt und sie muss dieselbe faszinieren können. Das gewisse Etwas muss da sein, das Funkeln in den Augen…

Holt euch den Stern vom Himmel!

Wo wir gerade bei Filmen sind: Girls von und mit Lena Dunham

Ihr wisst es ja, ich glaube keinem Hype. Deshalb hat es bei mir auch etwas länger gedauert, bis ich die phantasmogorische Serie “Girls” entdeckt habe. Ich glaube, ich hab mit meiner Süßen in einer Woche alle Staffeln geguckt, die in Deutschland verfügbar sind.
Inhalt: Vier weibliche Twentysomethings in der Stadt New York, ihr Leben, ihre Beziehungen. Klingt wenig spektakulär ist aber eklatant lustig und äußerst drastisch, was heterosexuelle Sexszenen betrifft. Selten wurde so unattraktiv und vermutlich realitätsnah rumgevögelt, von hinten wie von vorn. Die Krisen von Lena Dunham sind immens komisch und treffen den Nerv. Im Gegensatz zu Sex and the City ist Girls wesentlich näher dran am Leben von echten Frauen, die Wohnungen sind schäbiger, die Freunde hässlicher, aber dafür sind die Konflikte auch echter.
Ich würde meinen linken Arm dafür geben, wenn ich die Serie geschrieben hätte, aber ich häng ja nur hier bei WordPress rum, um euch ein paar schicke Sachen zu empfehlen. Da seht ihr’s mal wieder, so wird das nix mit Lesbomat-World, mag Anni auch noch so oft anrufen…

50 Shades of Grippe

Seit letzter Woche liege ich mit einer Grippe darnieder, da ist es natürlich Zeit, Trash anzugucken, den man sich bei geistiger und körperlicher Unversehrtheit niemals reinziehen würde. Also her mit dem SM-Schmu, immerhin ist Dakota Johnson ja eine äußerst ansehnliche Protagonistin. In den ersten Minuten erfüllten sich meine nicht vorhandenen Erwartungen leider völlig. Studentin interviewt einen Milliardär für die Schülerzeitung und zittert vor Ehrfurcht wie Espenlaub. Er will sie natürlich abschleppen und steckt ihr seine Visitenkarte zu, ihre Mitbewohnerin ist erwartbar beeindruckt von ihrer Wirkung auf die Männerwelt und auch die Studentin lässt sich von üppigen Geschenken und gelackter Gelacktheit beeindrucken. Positiv ist allein der Soundtrack zu bewerten, die Story schleppt sich etwas dahin. Im Verlauf der Geschichte kommt es dann zu sexuellen Handlungen, die ich persönlich in den Bereich der üblichen Vanilla-Sex Varianten einordnen würde und die schon Kim Basinger und Mickey Rourke etwas versauter hingekriegt haben, wenn ich mich recht erinnere. Natürlich muss Dakota sich immer und ständig völlig nackig machen, während man vom anderen Hauptdarsteller nur den Oberkörper sieht, aber niemals die Genitalien. Das ist ziemlich ungerecht und auch bescheuert, denn schließlich sind die 50 Shades Fans doch in erster Linie Frauen und die wollen doch vermutlich keine Titten, sondern Schwänze sehen! Wieder ein Indiz auf das Patriarchat, in dem wir leben. Jedenfalls ziert sich die Studentin trotz der Avancen des glattgebügelten Managertypen mit schlimmer Kindheit, was ich ihr zugute halten will. Sie fordert vehement Kuscheln und Augenhöhe, er denkt aber nur an Folterkammer und Züchtigung. SM-Problematisch empfinde ich die Stalking Neigung des Herren, er taucht ungefragt und unerlaubt im Privatleben und den Gemächern der Dame auf, mit der Selbstkontrolle scheint ER Probleme zu haben, das würden manche Bottoms ihm sicherlich ankreiden und ihm so den Top nicht abnehmen.
Das Ende dieser Liaison bleibt offen, für Fortsetzung ist noch viel Raum, ich hoffe aber, das Mädel behält ihren Stolz und zeigt dem Dom, wo der Sling hängt.
Fazit: Bei weitem nicht so frauenfeindlich wie erwartet, nettes angesextes Popcorn Kino. Ich hab mich auf Dakota konzentriert und das blasse Bübchen weitgehend ausgeblendet. Kurz: Es gibt Schlimmeres.

Anni Teil 8: FB-Chat

Anni schreibt: “War ein schöner Abend. Allerdings glaube ich ihre Vorstellung von offener Beziehung ist etwas anstrengend. Ich halte mich da besser raus! Obwohl sie eine sehr interessante Frau ist. Mel hat mir erzählt, dass Sabine ganz unruhig war wegen unserem Treffen. So viel zum Thema offene Beziehung. Aber gut zu wissen, dass dieses Modell eigentlich nicht funktioniert. Mein Glaube an die Menschheit und die Liebe ist wieder hergestellt.”

Ich schreibe: “Aha, das heißt, Mel offen will,  aber sie haben das noch gar nicht ausprobiert? Du wärst die Erste? Ohoho, heiße Herdplatte, bitte setzen.”

Anni schreibt: “Nein… die zweite oder so… Aber bei der ersten hat sich Mel verliebt und das war dann Sabine zu heiß. Ich glaube sie sucht noch nach der Frau für die sie die Beziehung aufgeben kann.”

Ich schreibe: “Manche Lesben können sich einfach nicht vernünftig trennen wenn die heiße Phase vorbei ist. Dann kommen diese Experimente. Zwei Möglichkeiten. 1) Sie bleibt bei Sabine und du heulst 2) Sie kommt zu dir und Sabine passt dich in einer dunklen Gasse ab, deine Leiche wird nie gefunden.

Anni schreibt: “Ich wähle 3.) und halt mich raus! Mel meinte auch sie wäre gar nicht so sexuell umtriebig… Frag mich dann wirklich warum sie zusammen bleiben!”

Ich schreibe: “Sexuell nicht so umtriebig, das klingt ja verlockend.”

Anni schreibt: “Sie hat mir gerade gesimst, dass sie es schön fand mit mir gestern… Was soll ich sagen??”

Anni Teil 7: Was heißt hier eigentlich offene Beziehung

Anni verkündet, sie würde sich morgen mit der Freundin von Sabine treffen, aber der Reiz wäre irgendwie weg.

Die Freundin von Sabine hat geschrieben, sie wäre gespannt, in welchem Rahmen das Treffen ablaufen würde, ganz unabhängig von ihrem Beziehungsstatus.

Anni fragt mich, was sie damit wohl meint.

“Na, sie fragt sich, ob ihr vögelt oder nur nett zusammen Wein trinkt”, sage ich trocken.

“Ich hab ein bisschen recherchiert”, sagt Anni. “Es gibt ja die unterschiedlichsten Arten der offenen Beziehung. Bei einigen sind nur One-Night-Stands erlaubt, bei anderen nur Dreier und wieder andere leben polyamourös.”

“Polyamourös kenn ich”, sage ich. “Da ist montags Helga, dienstags, Monika und mittwochs Anni, donnerstags frei und am Wochenende kommt die Göttergattin. Ziemlich stressig so was. Nur einen Abend in der Woche frei. Das wär mir nix.”

“Das ist eine ganz andere Welt”, sinniert Anni. “Auf der Flint Party ist Sabine immer wieder an uns vorbei gegangen und hat dämlich gegrinst.”

“Ich hab gerade einen Film gesehen, da hat der Ehemann immer die Frau beim Sex mit anderen beobachtet. Irgendwann wurde ihm die Sache aber zu bunt und er hat den Widersacher mit einem Aschenbecher erschlagen”, erzähle ich fröhlich.

“Das kann man nicht vergleichen”, sagt Anni. “Bei Heteros läuft das alles ganz anders.”

“Ja”, stimme ich zu. “Ich hab noch nie bei einer Lesbe so einen großen Marmoraschenbecher gesehen.”

Alles über Anni

Anni Teil 1

Anni Teil 2

Anni Teil 3

Anni Teil 4 

Anni Teil 5

Anni Teil 6

Anni Teil 6: Flint Party

Am Samstag hat Anni auf der Flint Party ihre Angebetete noch mal getroffen.

“Sie war auch da”, erzählt sie mir am Telefon.

“Seit wann gehst du denn auf die Flint Party?”, frage ich.

“Selma war auch dabei.”

“Was, Selma?? Dieser menschgewordene Sesselpups? Wie hast du das geschafft?”

“Ich hab sie gezwungen, ich wollte nicht allein hingehen. Jedenfalls war SIE auch da. Und wir haben geredet. Rate mal, was sie gesagt hat??”

Ich schweige und warte, denn ich werde es ohnehin erfahren.

“Sie führt mit Sabine eine offene Beziehung!”

Ich gackere laut: “Soso, eine offene Beziehung, wer hätte das gedacht!”

“Ja, eine offene Beziehung”, greint Anni.

“Du dachtest wohl, sie würde eventuell wegen dir Sabine verlassen, was? Aber bei einer offenen Beziehung stehen die Chancen deutlich schlechter als bei Heimlichkeiten und Betrug. Schließlich, warum sollte sie die Comfort Zone verlassen, wenn sie dich UND Sabine haben kann.” Ich gackere noch ein bisschen.

“Was soll ich denn jetzt machen?”, fragt Anni. “Bestimmt hat sie Sabine schon meine Facebook Nachricht vorgelesen. Wenn wir uns treffen, wird sie jedes Wort Sabine erzählen. Ja, will ich denn ins Bett mit Sabine???”

“Offene Beziehungen funktionieren sowieso nicht”, beruhige ich Anni ein bisschen. “Entweder du drückst jetzt die Stop-Taste oder die lässt dich auf eine Affäre ein. Könnte natürlich sein, dass das Liebeskummer und viele einsame Sonntage nach sich zieht.”

Während ich das sage, muss ich an eine Moni denken, die eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat. Als er kürzlich aus ihrem Bett aufstand, konnte sie sich eine Stunde später auf Facebook seine Familienbilder anschauen. Er kochte seinen Kindern einen Gemüseauflauf. Moni hatte auch großen Hunger, aber niemand war da, der ihr einen Gemüseauflauf kochte. Affären können ganz schön beschissen sein.

Fortsetzung folgt

Die Anni Story 

Anni Teil 5

Anni Teil 4 

Anni Teil 3

Anni Teil 2

Anni Teil 1

Anni Teil 5: Das verheißt nichts Gutes

Anni war letzte Woche auf einer Frauenparty. Dort traf sie leider auch auf Techtel, die sie den ganzen Abend mit Beschlag belegte. Obwohl Anni sichtlich desinteressiert war und die Blick schweifen ließ, versuchte Techtel an Vergangenes anzuknüpfen und plauderte ihr Anzüglichkeiten ins Ohr, auf die Anni aber nicht einging. Stattdessen beobachtete sie eine Rotblonde aus dem Augenwinkel und hatte bald den Eindruck, die Rotblonde würde sie auch erst aus dem Augenwinkel, dann aber ganz unverhohlen angucken. “Wer ist das?”, fragte sie Techtel.

Techtel schaute kurz auf und meinte nur: “Ach das, das ist die Freundin von Sabine.”

“Wollen wir nicht später noch zu mir gehen, ich hab noch einen Crémant im Kühlschrank.”

“Ich glaube nicht”, sagte Anni.

Am Sonntag surfte Anni auf der Suche nach Sabine im Netz. Bei Facebook erspähte sie auch ein Bild von Sabines Freundin. Ihr Name stand praktischerweise auch dabei.

Anni schrieb: “Hallo, vielleicht erinnerst du dich an mich, wir waren beide auf der Rondo Klitpop Party. Ich finde dich sehr hübsch und würde dich gerne kennenlernen.”

“Und jetzt hab ich ein Date mit Sabines Freundin am nächsten Mittwoch”, sagt Anni zu mir am Telefon.

“Oh Mann”, sage ich. “Da ist doch der Ärger wieder vorprogrammiert.”

“Wieso”, fragt Anni.

“Vielleicht weil Sabines Freundin eine Freundin hat, nämlich Sabine?”, stelle ich nüchtern fest.

“Ja und?”, sagt Anni. “Ist das vielleicht mein Problem.”

“Noch nicht”, sage ich trocken. “Soweit ich weiß gibt Sabine Jiu-Jitsu Kurse, wenn sie dir also den Schädel spalten sollte, weil du hinter ihrem Rücken ihre Freundin anbaggerst, dann beschwer dich nicht bei mir.”

“Manchmal kannst du richtig spießig sein”, sagt Anni.

“Es soll ja Menschen geben, die heimlich in den Handys ihrer Partner lesen”, gebe ich zu bedenken. Anni hat nämlich mal die gesamten What’s App-Nachrichten ihrer Exfreundin gelesen, weil sie den Verdacht hatte, dass diese mit einem Piloten eine Affäre…aber das ist eine andere Geschichte.

“Du mit deiner Betonbeziehung”, mosert Anni. “Lass mich doch in Ruhe.” Sie hat aufgelegt.

Fortsetzung folgt

Startnext und Terre des Femmes

Gerade bekomme ich eine Mail mit dem Aufruf Geld zu spenden, weil Terre des Femmes einen Film zum Thema “Häusliche Gewalt” drehen möchte. Startnext und so.

Der Film soll dann zum Frauentag beim Herrn Gauck im Bundespräsidialamt gezeigt. Sponsor ist anscheinend die Kosmetikfirma Dr. Hauschka, denn wenn ich spende bekomme ich noch ein Duschgel und ähnliches als Belohnung.

Ich sag’s mal ganz ehrlich. Startnext geht mir gehörig auf den Zeiger. Und kann der Gauck seine Filme über häusliche Gewalt nicht selbst drehen? Und ob ein Film die Zielgruppen erreicht, die sich schwer für so ein Thema sensibilisieren lassen, sei mal dahingestellt.

Statt einen Haufen Geld für einen teuren Film auszugeben, kann man sich ja auch mal an schlau gemachten viralen Clips orientieren. Kostet sehr wenig. Braucht aber eine zündende Idee. Oder man dreht eine Doku und verkauft sie ans Fernsehen und BEKOMMT sogar noch Geld dafür und erreicht eine Menge Leute, weil der Film bei einem Fernsehsender kostenlos ausgestrahlt wird.

Ich wünsche Terre des Femmes trotzdem viel Erfolg mit ihrer Sammelaktion, dennoch denke ich, dass es nur wenige Projekte gibt, für die sich Startnext wirklich eignet. Filme, CD-Aufnahmen und Buchprojekte gehören meiner Ansicht nach allermeistens nicht dazu.

Doch ich bin nicht immer eine Miesepetra, die nur ungern einen müden Euro locker macht.

Hier eine Fundraising-Projekt, das ich unterstützenswert finde, nämlich nachhaltige Kondome: https://www.startnext.com/einhorn

Anni Teil 4: und das Ende vom Lied

Anni hat das Techtelmechtel jetzt beendet. “Uns fehlen die Gemeinsamkeiten”, hat sie zu Techtel gesagt. “Du lebst sehr gerne alleine und ich kann mir schon vorstellen, mit meiner Freundin zusammenzuziehen, Du findest gemütlich zuhause rumhängen langweilig, ich liebe Abende auf der Couch.”
Techtel meinte: “Ja aber, so hab ich das doch gar nicht gemeint. Vielleicht könnte ich mir doch vorstellen, mich zu verändern. Das ist doch alles ein wenig abrupt, du musst mir doch eine Chance….”
Anni hat danach nicht mehr so richtig zugehört. Sie hat mir gesagt, sie wolle sich jetzt erstmal auf ihre Arbeit konzentrieren. Das mit den Frauen wäre ihr manchmal viel zu kompliziert.

ENDE

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