Prostitution und Meinungsfreiheit

Feministische Statements werden von der WELT nicht gern gelesen. Folgende, aus meiner Sicht harmlose Kommentare zum Thema Prostitution wurden heute gelöscht. Hier ein paar Beispiele, was die WELT so für löschenswert hält in unserem Land, in dem Meinungsfreiheit im Grundgesetz steht.

Auszug aus dem Artikel zum Thema Prostitution in der Welt: “Denn einerseits gibt es Frauen wie Jana und Jenny, die den Eindruck machen, dass sie ihren Beruf okay finden. Die Deutsch sprechen, schlagfertig sind und einem Kunden deutlich sagen können, wenn er sich nicht an die vereinbarten Spielregeln hält. Und es gibt Frauen, wie sie in den Laufhäusern des Frankfurter Bahnhofsviertels arbeiten. Frauen, die als junge Mädchen aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn oder Afrika nach Deutschland kommen oder gebracht werden und die die Sprache nicht sprechen und das Land nicht kennen. Manchen Schätzungen zufolge kommen vier von fünf Prostituierten, die in Deutschland arbeiten, aus diesen Ländern.”

Erwin (Kommentar wird von der Redaktion zugelassen): Ehrliche körperliche Arbeit entwürdigt den Arbeitnehmer? Und den Kunden auch? Das sehe ich ganz und gar nicht so.Zwangsarbeit ist verboten, ebenso wie Freiheitsberaubung und noch vieles andere, was man den Zuhältern vorwirft. Und ohne diese ganzen Straftaten ist das Sex-Gewerbe eine Berufsgruppe, wie jede andere auch. Sicher, der Job macht nicht immer Spaß. Damit unterscheidet er sich aber nicht von den anderen Berufen, denen in diesem Land mehr als die Hälfte der Bevölkerung nachgehen.

Lesbomatin antwortet (Kommentar wurde gelöscht): Könnten Sie sich vorstellen, in der Prostitution zu arbeiten und täglich ihren Körper mehreren Männern, die Sie eventuell eklig finden anzubieten?

Tester schreibt: Nun, weil viele Frauen Sex und Sexualität in der Regel anders einordnen als die Männer. Und diese Nachfrage trifft eben auf ein Angebot. Aber sind die Wünsche und Vorstellungen der Männer deswegen irgendwie minderwertig “verdammenswert”?

Lesbomatin antwortet (Kommentar wurde gelöscht) : Sorry, aber es geht nicht um männliche Befindlichkeiten, sondern um das tägliche Leid von Prostituierten aus Drittländern, die keine Lobby haben und von Freiern schamlos ausgenutzt werden. Freier, die ihre eigenen Töchter oder Mütter NIEMALS in diesem Beruf würden arbeiten lassen, aber rumsabbeln, das wäre ein normaler Job. Solange ihn halt irgendwelche anderen machen.

Tester (Kommentar wird von der Redaktion zugelassen):  Wirklich? Ist das so? Wenn ich manche Freundinnen (gerade mittleren Alters) so ansehe – die gehen zwar nicht irgendwo hin…aber Call Boys nutzen davon sehr, sehr viele!

Lesbomatin (Kommentar wurde gelöscht) Ja klar, und weil die Nachfrage von Frauen so groß ist haben wir ein Riesenproblem mit männlichen Prostituierten aus armen Ländern in Deutschland. *Ironie off* Privatpersönliche angebliche Erfahrungen und gesellschaftliche Missstände sollte mann schon trennen können, klappt aber häufig nicht.

Tester schreibt (Kommentar wird veröffentlicht): Ich persönlich war noch nie bei einer Prostituierten und möchte es auch nicht. Aber ein guten Freund von mir geht regelmäßig. Warum? Ganz einfach: Seine Frau starb vor einigen Jahren und er war mit den Kindern alleine. EIne neue Liebe hat er bis dato nicht gefunden – Freundinnen möchte er derzeit nicht, da er Angst hat, seine Kinder könnten dies in den falschen Hals kriegen oder im schlimmsten Falle hätten Sie ständig eine andere Frau an der Seite ihres Vaters.
Er hat allerdings Bedürfnisse – und diese befriedigt er im Bordell. Warum auch nicht? Ich finde seine Einstellung extrem positiv – weil es einen Kompromiss darstellt zwischen seinem Wohl (Befriedigung) und dem der Kinder, die solange sie im Haus sind keine andere Frau als Ersatz für die geliebte aber verstorbene Mutter “ertragen” müssen.

Lesbomatin (Kommentar wurde gelöscht): Frauen sind keine Sache, die man benutzt. Wenn ihr Freund Bedürfnisse hat, kann er ja mal eine MENSCHLICHE BEZIEHUNG zu einer Frau aufbauen, deren Lage ähnlich ist. Aber ein Kontakt auf Augenhöhe ist da nicht erwünscht. Es geht um egoistische Triebsteuerung auf Kosten von Menschen in finanzieller, psychischer oder sozialer Not.

Prostitution und Meinungsfreiheit

Gleichstellung der Homo-Ehe, Griechenland, Finnland

Hey, in den puritanisch-prüden USA wurde die Homo-Ehe der Hetero-Ehe gleichgestellt. Jetzt gibt es nur noch Ehe, einfach so, ohne Homo/Hetero blabla. Was macht derweil die Bundeskanzlerin? Sie zerlegt Griechenland in seine Bestandteile, lässt die Jugend und die Rentner dort an einem Brotkanten kauen und nennt das alles alternativlos.

Immerhin hat sie die armen Banken gerettet, die sich mit riskanten Anlagen eigentlich verzockt hatten. Die Rechnung zahlen jetzt wir Steuerbürger.

US-Wirtschaftsexperten empören sich derweil über Europas Inkompetenz bei der Krisenbewältigung.

Ins gleiche Horn stößt die Lesbomatin und empört sich über die Inkompetenz Europas bei der Gleichbehandlung von Lesben, Schwulen und Trans.

Jetzt bleibt nur die Frage, wie lange wir geballte Inkompetenz bei gleichbleibender Entdemokratisierung noch dulden wollen?

Einziger Lichtblick, in Finnland wird das Bedingungslose Grundeinkommen eingeführt. Oder sind das jetzt zu viele Themen in einem Blogartikel?

Gleichstellung der Homo-Ehe, Griechenland, Finnland

Cara Delevigne

Wir müssen schon zugeben, Cara Delivigne ist eine ziemlich coole lesbisch lebende Frau, zumindest was ihr Image und ihre modischen Inszenierungen betrifft, kann selbst die Lesbomatin gewisse “Daumen hoch” Zuckungen beim Anblick von CD nicht verleugnen.

Auch wenn sie natürlich grundsätzlich nicht verfolgt, was irgendwelche Models so treiben.

In einem Interview erzählte Cara über den interessanten Fakt, dass sie nur über Männer sexuelle Phantasien habe, aber mit einer Frau eine Beziehung lebe.

Sind wir nicht alle voller Widersprüche, was unsere Phantasien und unser reales Sexleben betrifft? Inwiefern lassen sich die hergebrachten Rollenverständnisse überhaupt in diese Wiedersprüche einordnen?

Derzeit ist sie mit der Songwriterin Anni Clarke (St. Vincent) liiert. Eine Beziehung, die sie als große Quelle des Glücks bezeichnet.

Umso tumber, dass ein Autor der Vogue folgendes darüber zu schreiben hat: “Ihre Eltern scheinen zu denken, dass das nur eine Phase für Cara ist, und sie könnten recht haben.”

Stimmt, kann ja nicht sein, dass eine attraktive junge Frau den Männern verloren geht. Wenn sie sich für eine Frau entscheidet, ist es sicher nur eine Phase. Gähn. So altbekannt und ebenso öde. Die Vogue, die sich ja selbst als stilbildend und zeitgemäß inszeniert, entlarvt sich somit als altbackenes Blättchen für die Tonne.

Und jetzt noch ein Song von St. Vincent, die mir bisher unbekannt war.

Cara Delevigne

Vikings, Katheryn Winnick

Nach der 2. Staffel von Vikings muss ich mich jetzt mal als Fan von Lagertha Darstellerin Katheryn Winnick outen. Ohnehin ist Vikings mit mehreren starken Frauenfiguren die Lesben-Serie schlechthin. Da kann L-World einfach nicht mithalten, wenn Lagertha die Axt schwingt.

Geradezu euphorisch bin ich, seit ich gelesen habe, dass Katheryn Winnick zwei schwarze Gürtel (Taek-won-do und Karate) ihr eigen nennt, also keinesfalls ein onduliertes Püppi ist, das rein zufällig die Walküren-Rolle ergattert hat.

Aber jetzt muss ich leider die 3.Staffel verschlingen, deshalb fällt dieser Beitrag eher kurz aus.

Vikings, Katheryn Winnick

Deutscher Filmscheiß

SPON hat dankenswerter Weise nachgezählt und gemerkt, dass der so genannte Deutsche Filmpreis seit 2002 nicht mehr an eine Frau gegangen ist. In seinem 35jährigen Bestehen ging der Filmpreis an 3 Frauen.

SPON schreibt weiter: “Anfang 2013 veröffentlichte die Publizistin Ellen Wietstock in ihrem Branchen-Newsletter “black box” Zahlen, die aufrüttelten: Im August 2012 hatte die öffentliche Filmförderungsanstalt FFA 4,5 Millionen Euro für 17 Kinofilme vergeben – ausschließlich an männliche Regisseure. Auch die Filmstiftung NRW förderte in dem Monat mit 5,4 Millionen Euro 30 Projekte, bei denen nur Männer Regie führten. Beim Deutschen Filmförderfonds (DFFF) stammten 2013 von den insgesamt 115 geförderten Projekten nur 13 von Regisseurinnen. Konkret in Euro heißt das: von den 62,5 Millionen, die der DFFF 2013 vergab, gingen knapp sechs Millionen an Regisseurinnen und etwas mehr als 56,5 Millionen an Regisseure.”

Also für mich ist das alles kein Problem, bis auf den klitzekleinen Punkt, dass wir Frauen zu 50%  oder mindestens 40% für diese Filmförderungen Steuern zahlen, die zu 90% Männern zugute kommen.

Da es müßig ist zu hoffen, dass sich das in absehbarer Zeit ändert, nennt den Deutschen Filmpreis bitte Deutschen Männerfilmpreis und die deutsche Filmförderung bitte Filmförderung deutscher Männer, sollten sich auch keine schwulen Regisseure unter den Geförderten befinden, nennt die Förderungen bitte Filmförderung deutscher Cis-Männer, vermutlich müsste man sie sogar Filmförderung deutscher Männer ohne Migrationshintergrund nennen, oder kann Fatih Akin das Ruder noch rumreißen? So sparen sich nämlich Frauen die Zeit und Anstrengung, sich für den korrupten Scheiß zu bewerben.

Die Frechheit liegt ja eigentlich nicht darin, nur einige wenige zu fördern, die wahre Unverschämtheit ist es, den anderen zu suggerieren, sie seien auch gemeint.

Die Ungerechtigkeit wird erst besiegt, wenn wir die Dinge auch beim Namen nennen. Damit müssen wir anfangen und dafür müssen wir kämpfen!

Deutscher Filmscheiß

Der Sexismus der Postpotenten

“Drei Dinge passieren, wenn sie im Labor sind: Du verliebst dich in sie, sie verlieben sich in dich und wenn du sie kritisierst, fangen sie an zu heulen.”

Der Ausspruch des 72jährigen Nobelpreisträgers Tim Hunt dürfte jetzt schon jedem geläufig sein. Es scheint in der Generation der postpotenten Männern einen unstillbaren Drang zu geben, das Thema “Die Frau an sich” auf skurrile Art zu kommentieren.

Gerade in Zeiten, in denen kein Huhn mehr nach ihnen gackert, scheint so mancher ältere Herr in arge Versuchung zu geraten, die goldenen Zeiten der eigenen Attraktivität zu beschwören. Ob es sie jemals gab oder nicht, wer weiß das heute schon noch?

Was jedoch lesen wir aus diesem Spruch?

Einst hat sich Tim Hunt in Kolleginnen im Labor verliebt, einige von ihnen verliebten sich angeblich auch in ihn. Seine Frau wird das eventuell nicht freuen.

Wenn er die Forderung nach getrennten Laboren für Männer und Frauen mit 35 gestellt hätte, dann wäre das ebenso sexistisch, aber zumindest nicht so egoistisch gewesen. Er stellt diese Forderung aber mit 72, eventuell hat er in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass sich die Frauen nicht mehr in ihn, sondern in die jüngeren Kollegen verlieben. Da wäre ihm im Moment ein getrenntes Labor wohl wesentlich angenehmer.

Anscheinend hat er auch Angst vor Reaktionen bei einer Kündigung. Wir empfehlen den Film “Up in the Air” mit George Clooney, da kann sogar Herr Hunt lernen, wie man möglichst ohne Schwierigkeiten in Form von menschlichen Reaktionen eine Kündigung ausspricht.

Eine Frage bleibt allerdings: Was macht Herr Hunt, wenn sich Männer in diesen getrennt-geschlechtlichen Laboren ineinander verlieben? Die Welt muss in für Herrn Hunt wirklich kompliziert sein.

Der Sexismus der Postpotenten