Lesbomat's Blog

Die lesbischste Sicht auf die Welt

Anni Teil 7: Was heißt hier eigentlich offene Beziehung

Anni verkündet, sie würde sich morgen mit der Freundin von Sabine treffen, aber der Reiz wäre irgendwie weg.

Die Freundin von Sabine hat geschrieben, sie wäre gespannt, in welchem Rahmen das Treffen ablaufen würde, ganz unabhängig von ihrem Beziehungsstatus.

Anni fragt mich, was sie damit wohl meint.

“Na, sie fragt sich, ob ihr vögelt oder nur nett zusammen Wein trinkt”, sage ich trocken.

“Ich hab ein bisschen recherchiert”, sagt Anni. “Es gibt ja die unterschiedlichsten Arten der offenen Beziehung. Bei einigen sind nur One-Night-Stands erlaubt, bei anderen nur Dreier und wieder andere leben polyamourös.”

“Polyamourös kenn ich”, sage ich. “Da ist montags Helga, dienstags, Monika und mittwochs Anni, donnerstags frei und am Wochenende kommt die Göttergattin. Ziemlich stressig so was. Nur einen Abend in der Woche frei. Das wär mir nix.”

“Das ist eine ganz andere Welt”, sinniert Anni. “Auf der Flint Party ist Sabine immer wieder an uns vorbei gegangen und hat dämlich gegrinst.”

“Ich hab gerade einen Film gesehen, da hat der Ehemann immer die Frau beim Sex mit anderen beobachtet. Irgendwann wurde ihm die Sache aber zu bunt und er hat den Widersacher mit einem Aschenbecher erschlagen”, erzähle ich fröhlich.

“Das kann man nicht vergleichen”, sagt Anni. “Bei Heteros läuft das alles ganz anders.”

“Ja”, stimme ich zu. “Ich hab noch nie bei einer Lesbe so einen großen Marmoraschenbecher gesehen.”

Alles über Anni

Anni Teil 1

Anni Teil 2

Anni Teil 3

Anni Teil 4 

Anni Teil 5

Anni Teil 6

Anni Teil 6: Flint Party

Am Samstag hat Anni auf der Flint Party ihre Angebetete noch mal getroffen.

“Sie war auch da”, erzählt sie mir am Telefon.

“Seit wann gehst du denn auf die Flint Party?”, frage ich.

“Selma war auch dabei.”

“Was, Selma?? Dieser menschgewordene Sesselpups? Wie hast du das geschafft?”

“Ich hab sie gezwungen, ich wollte nicht allein hingehen. Jedenfalls war SIE auch da. Und wir haben geredet. Rate mal, was sie gesagt hat??”

Ich schweige und warte, denn ich werde es ohnehin erfahren.

“Sie führt mit Sabine eine offene Beziehung!”

Ich gackere laut: “Soso, eine offene Beziehung, wer hätte das gedacht!”

“Ja, eine offene Beziehung”, greint Anni.

“Du dachtest wohl, sie würde eventuell wegen dir Sabine verlassen, was? Aber bei einer offenen Beziehung stehen die Chancen deutlich schlechter als bei Heimlichkeiten und Betrug. Schließlich, warum sollte sie die Comfort Zone verlassen, wenn sie dich UND Sabine haben kann.” Ich gackere noch ein bisschen.

“Was soll ich denn jetzt machen?”, fragt Anni. “Bestimmt hat sie Sabine schon meine Facebook Nachricht vorgelesen. Wenn wir uns treffen, wird sie jedes Wort Sabine erzählen. Ja, will ich denn ins Bett mit Sabine???”

“Offene Beziehungen funktionieren sowieso nicht”, beruhige ich Anni ein bisschen. “Entweder du drückst jetzt die Stop-Taste oder die lässt dich auf eine Affäre ein. Könnte natürlich sein, dass das Liebeskummer und viele einsame Sonntage nach sich zieht.”

Während ich das sage, muss ich an eine Moni denken, die eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat. Als er kürzlich aus ihrem Bett aufstand, konnte sie sich eine Stunde später auf Facebook seine Familienbilder anschauen. Er kochte seinen Kindern einen Gemüseauflauf. Moni hatte auch großen Hunger, aber niemand war da, der ihr einen Gemüseauflauf kochte. Affären können ganz schön beschissen sein.

Fortsetzung folgt

Die Anni Story 

Anni Teil 5

Anni Teil 4 

Anni Teil 3

Anni Teil 2

Anni Teil 1

Anni Teil 5: Das verheißt nichts Gutes

Anni war letzte Woche auf einer Frauenparty. Dort traf sie leider auch auf Techtel, die sie den ganzen Abend mit Beschlag belegte. Obwohl Anni sichtlich desinteressiert war und die Blick schweifen ließ, versuchte Techtel an Vergangenes anzuknüpfen und plauderte ihr Anzüglichkeiten ins Ohr, auf die Anni aber nicht einging. Stattdessen beobachtete sie eine Rotblonde aus dem Augenwinkel und hatte bald den Eindruck, die Rotblonde würde sie auch erst aus dem Augenwinkel, dann aber ganz unverhohlen angucken. “Wer ist das?”, fragte sie Techtel.

Techtel schaute kurz auf und meinte nur: “Ach das, das ist die Freundin von Sabine.”

“Wollen wir nicht später noch zu mir gehen, ich hab noch einen Crémant im Kühlschrank.”

“Ich glaube nicht”, sagte Anni.

Am Sonntag surfte Anni auf der Suche nach Sabine im Netz. Bei Facebook erspähte sie auch ein Bild von Sabines Freundin. Ihr Name stand praktischerweise auch dabei.

Anni schrieb: “Hallo, vielleicht erinnerst du dich an mich, wir waren beide auf der Rondo Klitpop Party. Ich finde dich sehr hübsch und würde dich gerne kennenlernen.”

“Und jetzt hab ich ein Date mit Sabines Freundin am nächsten Mittwoch”, sagt Anni zu mir am Telefon.

“Oh Mann”, sage ich. “Da ist doch der Ärger wieder vorprogrammiert.”

“Wieso”, fragt Anni.

“Vielleicht weil Sabines Freundin eine Freundin hat, nämlich Sabine?”, stelle ich nüchtern fest.

“Ja und?”, sagt Anni. “Ist das vielleicht mein Problem.”

“Noch nicht”, sage ich trocken. “Soweit ich weiß gibt Sabine Jiu-Jitsu Kurse, wenn sie dir also den Schädel spalten sollte, weil du hinter ihrem Rücken ihre Freundin anbaggerst, dann beschwer dich nicht bei mir.”

“Manchmal kannst du richtig spießig sein”, sagt Anni.

“Es soll ja Menschen geben, die heimlich in den Handys ihrer Partner lesen”, gebe ich zu bedenken. Anni hat nämlich mal die gesamten What’s App-Nachrichten ihrer Exfreundin gelesen, weil sie den Verdacht hatte, dass diese mit einem Piloten eine Affäre…aber das ist eine andere Geschichte.

“Du mit deiner Betonbeziehung”, mosert Anni. “Lass mich doch in Ruhe.” Sie hat aufgelegt.

Fortsetzung folgt

Startnext und Terre des Femmes

Gerade bekomme ich eine Mail mit dem Aufruf Geld zu spenden, weil Terre des Femmes einen Film zum Thema “Häusliche Gewalt” drehen möchte. Startnext und so.

Der Film soll dann zum Frauentag beim Herrn Gauck im Bundespräsidialamt gezeigt. Sponsor ist anscheinend die Kosmetikfirma Dr. Hauschka, denn wenn ich spende bekomme ich noch ein Duschgel und ähnliches als Belohnung.

Ich sag’s mal ganz ehrlich. Startnext geht mir gehörig auf den Zeiger. Und kann der Gauck seine Filme über häusliche Gewalt nicht selbst drehen? Und ob ein Film die Zielgruppen erreicht, die sich schwer für so ein Thema sensibilisieren lassen, sei mal dahingestellt.

Statt einen Haufen Geld für einen teuren Film auszugeben, kann man sich ja auch mal an schlau gemachten viralen Clips orientieren. Kostet sehr wenig. Braucht aber eine zündende Idee. Oder man dreht eine Doku und verkauft sie ans Fernsehen und BEKOMMT sogar noch Geld dafür und erreicht eine Menge Leute, weil der Film bei einem Fernsehsender kostenlos ausgestrahlt wird.

Ich wünsche Terre des Femmes trotzdem viel Erfolg mit ihrer Sammelaktion, dennoch denke ich, dass es nur wenige Projekte gibt, für die sich Startnext wirklich eignet. Filme, CD-Aufnahmen und Buchprojekte gehören meiner Ansicht nach allermeistens nicht dazu.

Doch ich bin nicht immer eine Miesepetra, die nur ungern einen müden Euro locker macht.

Hier eine Fundraising-Projekt, das ich unterstützenswert finde, nämlich nachhaltige Kondome: https://www.startnext.com/einhorn

Anni Teil 4: und das Ende vom Lied

Anni hat das Techtelmechtel jetzt beendet. “Uns fehlen die Gemeinsamkeiten”, hat sie zu Techtel gesagt. “Du lebst sehr gerne alleine und ich kann mir schon vorstellen, mit meiner Freundin zusammenzuziehen, Du findest gemütlich zuhause rumhängen langweilig, ich liebe Abende auf der Couch.”
Techtel meinte: “Ja aber, so hab ich das doch gar nicht gemeint. Vielleicht könnte ich mir doch vorstellen, mich zu verändern. Das ist doch alles ein wenig abrupt, du musst mir doch eine Chance….”
Anni hat danach nicht mehr so richtig zugehört. Sie hat mir gesagt, sie wolle sich jetzt erstmal auf ihre Arbeit konzentrieren. Das mit den Frauen wäre ihr manchmal viel zu kompliziert.

ENDE

Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungen

Wann immer es Bestrebungen gibt, den Vergewaltigungsparagraphen zu verschärfen, reagieren männliche Kommentatoren extrem zimperlich und weisen darauf hin, wie schutzlos Männer in Zukunft wären, weil es ja so viele Falschbeschuldigungen gäbe.  Männliche Kommentatoren übernehmen fast immer die Sichtweise des Beschuldigten, manchmal übernehmen sie die Rolle des neutralen Beobachters, niemals kommentieren sie aus der Sichtweise eines potentiellen Opfers.

Ich kann mir keinen anderen Straftatbestand vorstellen, bei dem das so ist. Bei sämtlichen anderen Gewaltdelikten ist es völlig üblich, die Opferrolle zu reflektieren oder eine neutrale Rolle einzunehmen. So kann man davon ausgehen, dass das Thema der Vergewaltigung ein Identitätsthema für Männer ist.

Männer sind Vergewaltiger.

Männer sind niemals Opfer von Vergewaltigungen.

Das ist natürlich ein Mythos, der aber bei manchen Männern dazu zu führen scheint, dass sie reflexartig eine Täterargumentation übernehmen, eventuell vergewissern sie sich dadurch ihrer Männlichkeit. Ich gehe nicht davon aus, dass alle Männer Vergewaltiger sind.

Bei einer Umfrage von mir selbst kam heraus, dass ich zwar 4 Frauen kenne, die vergewaltigt wurden, aber keinen einzigen Mann, der falschbeschuldigt wurde.
Nun, das ist nicht besonders objektiv, deshalb befrage ich dann doch lieber Wikipedia zum Thema:
Falschbeschuldigungen und -verdächtigungen[Bearbeiten]
“In einer 2005 im Auftrag des britischen Innenministeriums durchgeführten Untersuchung wurden 2.643 Anzeigen wegen Vergewaltigung untersucht. Davon wurden 8 Prozent von Polizeibeamten als Falschbeschuldigungen klassifiziert. Das Forscherteam stellte jedoch fest, dass viele dieser Klassifikationen gegen die offiziellen Kriterien zur Bestimmung falscher Anschuldigungen verstießen und lediglich auf den persönlichen Meinungen der Polizisten beruhten. Nach näherer Analyse und Anwendung der Home-Office-Richtlinien schrumpfte der Anteil der Falschbeschuldigungen auf 3 Prozent. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass in der Polizei weiterhin ein Misstrauenklima gegenüber Vergewaltigungsopfern herrsche und die Häufigkeit von Falschbeschuldigungen überschätzt werde. Außerdem bestünde die Tendenz, falsche Anschuldigungen mit Rücknahmen von Anzeigen zu vermischen, ganz so als ob in diesen Fällen keine sexuellen Übergriffe stattgefunden hätten.”

Fazit: Das Thema Falschbeschuldigung ist ein Mythos, wer sich darauf bezieht, könnte ebensogut fordern, Bankräuber nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen, weil jemand falsch beschuldigt werden könnte.
Warum der Reflex besteht, sofort den Untergang des Abendlandes zu prophezeien, wenn die Rechte von Vergewaltigungsopfern gestärkt werden sollen, kann man nur vermuten.

– Männer haben schon mal selbst vergewaltigt.
– Männer sind sich unsicher, ob sie nicht schon mal selbst jemand vergewaltigt haben.
– Diese Unsicherheit gehört zu ihrem Sexualleben dazu und sie haben Angst vor zukünftigen strafrechtlichen Folgen.
– Männer möchten vor dem Sex nicht die Bereitschaft der Frau erfragen.
– Männer haben die Erfahrung gemacht, dass nach einer Beziehung feindschaftliches Verhalten bis hin zu falscher Beschuldigung häufig vorkommt.
– Männer wissen nicht, was einvernehmlicher Sex ist.
– Männer haben Täter-Vergewaltigungsphantasien und leben diese regelmäßig mit ihrer Partnerin aus, ohne darüber zu sprechen, ob die Vorliebe gegenseitig ist.

Mich würde sehr interessieren, welche dieser Vermutungen zutrifft. Oder sind ganz andere Gründe im Spiel?

Heuchlerische, volksverdummende Nestlé Propaganda

Immer wenn ich die Heinrich Nestlé Kindermehl Werbung im Fernsehen sehe, koche ich innerlich vor Wut. Denn dann erinnere ich mich an die Babynahrung, die Nestlé 1974 in der 3. Welt Müttern angedreht hat und die dazu führte, dass tausende Babys starben, weil Nestlé den Müttern durch eine Kampagne u.a. mit als Krankenschwestern verkleideten Promotern suggeriert hatten, die Babymilch von Nestlé wäre besser als Muttermilch! Der Mangel an Hygiene und der hohe Preis, der dazu führte, dass die Mütter die Babynahrung zu stark verdünnten, führte zu einer „meist tödlichen Kombination aus Diarrhöe, Marasmus und oraler Moniliasis. Hinzu kamen Dysenterie und Unterernährung.” Quelle: Wikipedia

“Die Organisation “Foodwatch” warf Nestlé 2009 vor, dass seine Mineralwasser Perrier und San Pellegrino für Kleinkinder “nicht geeignet” seien. Nestlé halte einen Warnhinweis für die höher belasteten Nestlé-Wässer nicht für nötig und habe angeblich in einem Brief an “Foodwatch” darauf hingewiesen, dass Gesundheitsschutz Sache des Staates sei.” Quelle: Huffington Post

Über den Versuch, weltweit Wasserquellen aufzukaufen und ärmere Bevölkerungsschichten von sauberem Wasser abzuschneiden will ich jetzt gar nicht zu viel Worte verlieren, aber zum Thema Milchpulver Erfindung: Justus von Liebig entwickelte 1865 das erste Fertigprodukt für Säuglinge. Nestlé wandelte dessen Rezeptur ab und entwickelte 1867 eine Art Milchpulver.

Es dürfte sich bei Herrn Nestlé also eher um einen Plagiator handeln, als um einen selbstlosen Erfinder. Zuvor hatte er schon versucht, aus Mineraldünger oder Flüssiggas aus Pflanzenöl herzustellen. Es ging Heinrich Nestlé darum, ein vermarktbares Produkt herzustellen, was ja nicht ehrenrührig ist, wenn man nicht im Nachhinein versuchen würde, sein Streben zu verklären.

Schon 1875 wurde die Firma an drei Geschäftsmänner verkauft, Nestlé war und ist schon immer ein rein an ökonomischen Interessen ausgerichtetes Unternehmen, das Mitbewerber aufgekauft hat, um seine heutige krakenhafte Größe zu erreichen.

In Nestlé Schokoriegeln wie Butterfinger wurden übrigens genmanipulierter Mais gefunden, eine Zutat, die in Deutschland gekennzeichnet werden muss.

Lebensmittelskandale können jedem Hersteller passieren. Bei Nestlé drängt sich allerdings der Eindruck auf, das Unternehmen wäre unbelehrbar, agiere äußerst aggressiv und interessiere sich nicht die Bohne für eine ökologisch halbwegs verträgliche Herstellung oder die Ansprüche der Konsumenten.

Wie die Zeit vergeht

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Was Ben Kronberg so witzig findet

Manchmal sieht man einen Post auf Facebook und dann kommt die Wut in einem hoch.

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Anni am Telefon // Teil 3

Gestern wieder Anni am Telefon. Sie klingt nicht so, wie man klingen sollte, wenn der Himmel voller Geigen hängt, ich frage also, was los ist?
Sie hatte ja zu Techtel schon gesagt, dass es für sie schwierig ist, die Nächte durchzumachen, weil sie gerade einen Job in einer führenden Online-Agentur bekommen hat und dort reichlich anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen hat, der Job ist ihr auch sehr wichtig, denn sie hatte vor zwei Jahren beruflich eine Durststrecke und ist heilfroh, jetzt wieder sehr gefragt zu sein. Auch das Gehalt kann sich sehen lassen und ihre Chefin hält große Stücke auf sie.
Die Terminfindung mit Techtel gestaltete sich etwas schwierig. Donnerstag hatte Anni keine Zeit, Freitag musste Techtel beruflich etwas erledigen, am Samstag kam die Mutter, kurz, das Wochenende war eigentlich schon verloren. Techtel meinte, sie könnte ja Sonntagabend kommen, aber es würde etwas später.
“Was heißt etwas später?”, fragte Anni.
“Na ja, so um zwölf.”
Anni schluckte. Nach einer längeren Nachdenkpause raffte sie sich dann zusammen und erinnerte Techtel an ihre berufliche Situation und sie schlug vor, dass sie sich am Dienstag treffen könnten.
Heute ist Montag und Anni hat schon eine ganze Ladung SMSse von Techtel erhalten.
Techtel ist sehr enttäuscht über den Mangel an Spontanität von Anni.
Ich frag Anni, ob Techtel eventuell psychische Probleme hat (nicht ganz dicht ist) und rege mich ein bisschen auf, dass eine erwachsene Frau die Grenzen einer anderen nicht einfach kommentarlos akzeptieren kann.
Anni meint, dass sich auch noch Mette gemeldet hätte und sie gefragt hätte, ob sie nicht Freitag auf die Pepper Party kommen wollte? Maren, Simi und Jacki wären auch da.
Da musste Anni nicht lange überlegen, denn Maren, Simi und Jacki sind ALLES Exfreundinnen von Anni. Ein Aufeinandertreffen am Freitag wäre sicher ein Riesenspaß, vor allem, weil sich die Szene sowieso schon das Maul zerreißt, weil alle denken, Mette hätte ihre Frau wegen Anni verlassen. Mette hätte auch fragen können: Willst du mit mir auf eine Party gehen? Pest und Cholera kommen auch.

Anni sagte: Das ist wirklich ein toller Vorschlag, aber ich hab leider, leider schon was anderes vor…

Später sitz ich mit meiner Freundin und meiner Ex beim Quirkle, Spitzengelegenheit, den Anni-Fall noch mal haarklein durchzukauen, Diskretion ist schließlich mein zweiter Vorname.
“Ist doch nicht zu glauben, dass die Frau mitten in der Nacht aufkreuzen will, die kennen sich doch erst 14 Tage. Am besten bringt sie gleich noch den Umzugswagen mit”…echauffiere ich mich.
Meine Freundin sagt:”Wenn die sich heiß finden würden, wär die Uhrzeit egal.”
Meine Ex sagt:”Also, ich will ja jetzt nicht unsere Beziehung aufwärmen, aber damals als wir uns kennenlernten, bist du an einigen Tagen total durchgefeiert zur Arbeit gefahren. Wir hatten einen Riesenspaß und waren immer total übermüdet.”
“Außerdem, wenn man richtig verliebt ist, dann schwebt man doch durch die Agentur und hat so gute Laune, dass sich die Pflichten mit links erledige lassen.”
“Ja, schon”, sage ich, “aber was ist mit Respekt, man muss doch auch Respekt haben..”

Fortsetzung folgt….

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